Tumpel: Keine Entwarnung, noch immer 70.000 Arbeit Suchende mehr als im Jahr 2000

Vollbeschäftigung innernhalb von zehn Jahren möglich

Wien (OTS) - Ein Maßnahmenpaket mit dem erklärten Ziel in Österreich die Vollbeschäftigung innerhalb der nächsten zehn Jahre wieder zu erlangen, fordert AK Präsident Herbert Tumpel: "Das ist machbar. Voraussetzung dafür ist eine längerfristige Strategie für Wachstum und Beschäftigung, die Angebots- und Nachfrageseite gleichermaßen betont und auf die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt ausreichend Rücksicht nimmt." 293.560 Menschen waren im November ohne Arbeit, das sind immer noch um fast 70.000 mehr als im November 2000. "Die deutsche Konjunktur stützt uns und trotzdem ist es nicht gelungen, eine nachhaltige Trendwende am Arbeitsmarkt herbeizuführen", sagt Tumpel, "wir müssen daher alle Möglichkeiten zur Erhöhung des Wirtschaftswachstums ausnützen. Denn die aktuell gute Konjunkturlage wird, wie alle Prognosen zeigen, nicht lange anhalten und auch der für die Bauindustrie milde Herbst wird zu Ende gehen. Wenn nicht ein Paket für Wachstum und Beschäftigung geschnürt wird, ist mit einem neuerlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen." Der Schlüssel für Beschäftigung liegt in einer aktiven Investitionstätigkeit des Bundes, vor allem in Forschung und Entwicklung, Infrastruktur und Bildung, in der Steigerung der Kaufkraft der kleineren und mittleren EinkommensbezieherInnen und im Ausbau und der Modernisierung der Arbeitsmarktpolitik.

Im November 2006 waren rund 231.700 Personen arbeitslos registriert. Werden die rund 62.000 Arbeit Suchenden in Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik mitgerechnet, liegt die Zahl um rund 70.000 höher als im November 2000. Schon für das Jahr 2007 ist aber ein wesentlich geringeres Wirtschaftswachstum prognostiziert. Für Tumpel ist daher notwendig, dass ein Schwenk in Richtung beschäftigungsschaffender Wirtschaftspolitik mit einem Ausbau und einer Modernisierung der Arbeitsmarktpolitik verbunden wird.

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