Ein neues Zeichen für den Kunstplatz Karlsplatz

Ken Lums Medieninstallation "Pi" setzt neue Maßstäbe für Kunst im öffentlichen Raum

Wien (OTS) - Im Rahmen eines Mediengesprächs stellten Andreas Mailath-Pokorny, Stadtrat für Kultur und Wissenschaft, Rudi Schicker, Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr und Günter Steinbauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wiener Linien GmbH & Co KG die mehrteilige Medieninstallation "Pi" des kanadischen Künstlers Ken Lum, die auf Initiative von Kunst im öffentlichen Raum Wien in der erneuerten und erweiterten Westpassage Karlsplatz errichtet wurde, erstmals der Öffentlichkeit vor.

Ausgangspunkt für die Medieninstallation des renommierten kanadischen Künstlers sind statistische Informationen. Über Netzwerke eingespieltes Zahlenmaterial wird auf großformatigen und verspiegelten Vitrinen visualisiert und ununterbrochen aktualisiert. Überschriften auf verspiegelten Paneelen benennen die Themen: Sie beinhalten entweder ernste Tatsachen, draußen der Welt - wie zum Beispiel das "Wachstum der Sahara" und die "Rüstungsausgaben weltweit". Oder sie spielen mit dem Tratsch, der den Gesprächsstoff im Alltag ausmacht, wenn es etwa um die Zahl der Verliebten oder die jährlich anfallende Müllmenge in Wien geht.****

Die Zahl Pi dient zur Berechnung von Kreis und Kugel. Als unendliche Dezimalzahl ohne sich wiederholendes Muster ist sie einzigartig. Die elementare Konstante Pi kann als universelles Symbol für die Welt gelesen werden. Ihre Visualisierung bildet das Zentrum von Ken Lums Werk, wobei die jeweils zuletzt errechneten Stellen per Computerprogramm dargestellt werden.

Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny sieht in der Neugestaltung der Westpassage Karlsplatz durch Ken Lum einen weiteren Schritt zur Stärkung der Identität des Kunstplatzes Karlsplatz: "Ken Lums Medieninstallation "Pi" ist ein weiteres kräftiges Zeichen, das den Karlsplatz als Kunstplatz ausweist", erklärte er. "Damit sind wir unserem Ziel vom Karlsplatz als zusammengehörendem Kunstraum wieder ein großes Stück näher gekommen. Die Investitionen in die einzelnen Einrichtungen - vom aufstrebenden Wien Museum über den erweiterten Musikverein bis hin zum project space karlsplatz und zur Secession -machen den Karlsplatz zu einem pulsierenden Ort der Begegnung, zu einem künstlerisch kommunikativen Treffpunkt mit Strahlkraft."

Planungsstadtrat Rudi Schicker stellte anlässlich der Erstbegehung des Kunstwerks, das sich über 130 Meter erstreckt, fest:
"Mit der Neugestaltung der Westpassage steht den FußgängerInnen nun ein attraktiver Weg in Richtung Naschmarkt, zur Secession oder ins Theater an der Wien zur Verfügung. Durch die spannende Installation "Pi" des Künstlers Ken Lum hat sich die Fußgängerpassage zum anregenden Kulturweg gewandelt."

"Mit Projekten wie diesem zeigen die Wiener Linien, dass sie ihr Publikum nicht nur zur Kunst bringen, sondern auch die Kunst zum Publikum", kommentierte der Vorsitzende der Geschäftsführung des Verkehrsunternehmens Günter Steinbauer die Umsetzung des neuen Kunstprojekts." Zugleich wies Steinbauer auf die baulichen Verbesserungsmaßnahmen hin: "Durch den Einbau eines Lifts an der Ecke Friedrichstraße/Getreidemarkt ist die Passage nun barrierefrei zu erreichen. Der gesamte Durchgangsweg wurde durch die verlängerte, ausgesprochen hell gestaltete und beleuchtete Unterführung sicherer und komfortabler zugleich."

In den kommenden Jahrzehnten soll die Medieninstallation "Pi" tagtäglich neue Updates aus Datenbanken über LED-Anzeigen sichtbar machen. Die wissenschaftlichen Grundlagen wurde von SORA - Institute for Social Research and Analysis über mehrere Monate hindurch gemeinsam mit dem Künstler Ken Lum erarbeitet. Auf diese Weise entstanden numerische Abbildungen der Welt mit Hinweisen auf soziale Zusammenhänge. "Das Werk Ken Lums zeigt, was zeitgenössische Kunstproduktion zu leisten vermag. Im Dialog zwischen Kunst, Architektur und Wissenschaft wurden neue Maßstäbe für Kunst im öffentlichen Raum gesetzt", so Roland Schöny, Projektkurator von Kunst im öffentlichen Raum Wien.

Edelbert Köb, Direktor des Mumok und Beiratsmitglied von Kunst im öffentlichen Raum Wien verwies auf "die Einzigartigkeit dieses Kunstereignisses, weil mit der neuen Passage auch ein kommerz- und werbungsfreier Ort von fast galerieartigem Charakter, eine Oase der akustischen und optischen Beruhigung inmitten der lauten innerstädtischen Dynamik geschaffen wurde. Ken Lum hat einen Denkraum geschaffen, in dem uns mittels abstrakter Zeichen und Zahlen irritierende, beunruhigende oder auch belustigende Botschaften über den Zustand unserer Welt vermittelt werden. Jeder Blick auf die Fakten ist aber auch ein Blick in die sie tragenden Spiegel. Er macht uns bewusst, dass wir selbst auch unausweichlich Teil dieser Welt sind, als Opfer oder Täter".

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