Österreichs Alpen warten auf Schnee - Klimaschutz wichtiger den je!

Wien (OTS) - Falsche Startsignale: Während Österreichs Hotellerie, Sportgeschäften und Schiliftbetreibern die weiße Winterpracht schmerzlich fehlt, wird als Lösung meist nur Symptombekämpfung angeboten: noch mehr Schneekanonen, noch mehr Schigebiete auf den schrumpfenden Gletschern, neue Technologien.

Die einzig nachhaltige Lösung ist: Die dringend notwendige Umsetzung von nationaler Klimastrategie und Kyoto-Protokoll als ersten Schritten zu substanziellem Klimaschutz.

Alpenland Österreich besonders gefährdet

Folgend den Ergebnissen von Univ. Prof. Helga Kromp-Kolb (Universität für Bodenkultur Wien) sind im alpinen Raum von 1850 bis 2000 die Temperaturen um bereits etwa 1,6 bis 1,8 Grad gestiegen, während die weltweite Temperaturerhöhung bei 0,6 bis 0,8 GradC liegt.

In Österreichs sensiblen Alpengebieten muss daher mit drastischen Auswirkungen, wie zB Verschiebung der Vegetationszonen, Murengefahr und dem weiteren Steigen der Schneegrenzen gerechnet werden.

Runter vom (Treibhaus)Gas!

Grund für die globale Klimaerwärmung ist der auch in Österreich immer noch steigende Ausstoß von Treibhausgasen. Die Verbrennung fossiler Energieträger heizt dabei dem Klima besonders ein. Klimakiller Nummer eins in Österreich ist neben den Bereichen Heizung- und Industrie der Verkehr. Hier sind in Österreich die CO2-Emissionen in den letzten 20 Jahren sogar um 86 % gestiegen.

Insgesamt liegt Österreich derzeit rund 30 % oder 23 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vom Kyoto-Ziel entfernt. Bleiben wir auf diesem Niveau wird das den Steuerzahler in wenigen Jahren voraussichtlich allein an Zahlungen für Emissionszertifikate rund 1 Milliarde Euro pro Jahr kosten.

Handeln wichtiger denn je!

Mag. Wolfgang Mehl (GF Klimabündnis Österreich): "Viele dieser Anzeichen in unserer Umwelt zeigen uns, dass Handeln wichtiger ist denn je zuvor! Da Treibhausgase keine Grenzen kennen, muss jede und jeder in seinem Wirkungsbereich Taten setzen.

Die mehr als 640 Klimabündnis-Gemeinden tun dies, indem sie zB die gemeindeeigenen Gebäude dämmen und auf erneuerbare Energieträger umstellen, Biomassenahwärmenetze initiieren, öffentliche Busverbindungen unterstützen, Solaranlagen fördern, bewusstseinsbildende Maßnahmen setzen usw. Und unsere indigenen BündnisparterInnen im Rio Negro-Gebiet (Brasilien) setzen sich vor Ort für den Erhalt des Regenwaldes ein.

Klimaschutz bedarf eines Zusammenspiels von Einzelpersonen, regionalen, nationalen und internationalen Ebenen. Und gerade deswegen kann und muss jede und jeder seinen Beitrag leisten. Denn was wir heute nicht verändern wird uns morgen ändern."

Klimatipps finden Sie unter www.klimabuendnis.at

Rückfragen & Kontakt:

Klimabündnis Österreich, Wolfgang Mehl
Tel.: 01-581 5881, Mobil: 0664-336 13 48,

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