Ramharter: Unterstützung für die Trafikanten notwendig

Die Umsetzung von Vorschriften, deren Sinn zumindest zweifelhaft ist, darf nicht auf dem Rücken der Unternehmer passieren

Wien (OTS) - Spätestens in der Neujahrsnacht müssen alle Zigarettenautomaten derart umgerüstet sein, daß diese künftig "kindersicher" sind. Zigaretten können dann nur noch gekauft werden, wenn mit Bankomatkarte oder per SMS das Mindestalter von 16 Jahren nachgewiesen wird.

"Die Kosten für diese Umstellung können bis zu 1000 Euro pro Automat betragen. Und die Trafikanten bleiben auf diesen Kosten sprichwörtlich sitzen", bringt Karl Ramharter, Vizepräsident der Wiener Wirtschaftskammer, sein Verständnis für die Trafikanten auf den Punkt. Und weiter, "Während es in der Steiermark zumindest eine geringe Förderung durch die Wirtschaftskammer gab, sind die Trafikanten in Wien hier leer ausgegangen".

Da die Trafikanten auch eine wichtige Funktion als Nahversorger ausüben, sollten sie bei dieser zusätzlichen Belastung auch unterstützt werden. Insbesonders auch deswegen, da es fraglich ist, ob diese Umstellung auch den gewünschten Erfolg bringen wird. Sind doch viele Handys von Jugendlichen auf die Eltern angemeldet und dadurch kann dann damit auch künftig beim Zigarettenautomat eingekauft werden.

"Wenn die Umsetzung einer Vorschrift Belastungen einer einzigen Berufsgruppe mit sich bringt, dann sollte es dafür eine Unterstützung geben", führt Ramharter weiter aus. "Außerdem sollte auch darauf hingewiesen werden, daß speziell in Tourismusgebieten Probleme zu erwarten sind. Ausländische Gäste werden nicht verstehen, warum sie plötzlich keine Zigaretten aus dem Automaten kaufen können", schloß Ramharter.
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