ÖAMTC: Weniger Alkoholunfälle auf Österreichs Straßen

Einsatz von Alkoholvortest-Geräten hat sich bewährt

Wien (OTS) - Alleine in Wien wurden heuer laut Angaben der Bundespolizeidirektion von Jänner bis Oktober rund 50 Prozent mehr Anzeigen wegen Alkohols am Steuer erstattet, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. "Die Kontrolldichte wurde durch den Einsatz von Alkoholvortest-Geräten gesteigert. Alkohollenker konnten schneller und effizienter identifiziert werden", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Im Dezember 2005 wurde die österreichische Exekutive erstmals mit Alkoholvortest-Geräten ausgestattet. Eine Investition, die sich offensichtlich bezahlt macht.

Denn die verstärkten Kontrollen scheinen sich auch positiv auf die Unfallstatistik auszuwirken. "Die Zahl der Alkoholunfälle, sowie die Zahl der Personen, die dabei verletzt oder getötet wurden, ist heuer deutlich zurückgegangen", berichtet die Clubexpertin. In den ersten neun Monaten 2006 verzeichnete die Statistik Austria um 8,8 Prozent weniger Alkoholunfälle (-179) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig ist die Zahl der Verletzten um 8,4 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr kamen außerdem acht Menschen weniger bei Alkoholunfällen ums Leben. Das entspricht einem Minus von 20 Prozent. Trotz dieser positiven Zwischenbilanz verunglücken statistisch gesehen täglich noch immer mindestens sieben Menschen bei Alkoholunfällen. Unfälle die vermieden werden könnten.

"Mehr Kontrollen haben neben verstärkter Bewusstseinsbildung eine stärkere präventive Wirkung", ist die ÖAMTC-Verkehrspsychologin überzeugt. Auch die höhere Wahrscheinlichkeit, in eine Kontrolle zu geraten, schreckt ab, sich alkoholisiert hinters Steuer zu setzen. Dazu kommt, dass seit Juli 2005 die Fahrt mit einem Promille-Wert zwischen 0,5 und 0,8 als Vormerkdelikt gilt. Die Alkohol-Sünder werden im Führerscheinregister vermerkt. Außerdem droht eine Geldstrafe von mindestens 218 Euro. Beim zweiten Verstoß innerhalb von zwei Jahren ist eine Nachschulung fällig. Und wer dreimal innerhalb von zwei Jahren erwischt wird, ist den Führerschein für mindestens drei Monate los. Ab 0,8 Promille verliert man die Lenkberechtigung auf jeden Fall sofort und man muss mit noch höheren Geldstrafen rechnen.

Im Bundesländervergleich bilanziert Oberösterreich am besten

Am erfreulichsten hat sich die Situation in Oberösterreich entwickelt. Es gab 56 Alkoholunfälle (-13,7 Prozent) weniger. Auch die Zahl der Verletzten (-14,7 Prozent) und Getöteten ist deutlich gesunken. Ebenfalls positiv ist die Bilanz bei den Alkoholunfällen in Kärnten (-10,3 Prozent), Wien (-10,2 Prozent), Niederösterreich (-9,1 Prozent), Steiermark (-7,5 Prozent), Salzburg (-6 Prozent), Tirol (-5,9 Prozent) und Vorarlberg (-5,2 Prozent). Das einzige "Plus" in der Unfallstatistik verbucht das Burgenland, wo ein Alkoholunfall mehr passierte als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (+1,8 Prozent).

"Eine Entwicklung, die sich im Burgenland im Dezember hoffentlich noch umdreht", so die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Denn in Österreichs östlichstem Bundesland waren im Dezember des Vorjahres beinahe ein Viertel aller Unfälle Alkoholunfälle. Generell war im Dezember 2005 die Zahl der Alkoholunfälle mit einem Anteil von 7,9 Prozent am Gesamtunfall-Geschehen besonders hoch. Der Jahresschnitt lag bei 6,7 Prozent. "Die Advent- und Weihnachtszeit ist im Straßenverkehr besonders alkoholträchtig. Für Autofahrer sind Glühwein oder Punsch deshalb tabu", weiß die Clubexpertin.

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