Vernetzung führt zum Erfolg: Teamprojekte siegten bei Concrete Student Trophy 2006

Erster Platz ex aequo für "Knoten" und "Welle"

Wien (OTS) - Als "überzeugenden Beleg dafür, dass interdisziplinäre Kooperation Wege zu innovativen Lösungen öffnet", bewertet der Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), DI Felix Friembichler das Ergebnis der ersten "Concrete Student Trophy". Zwei interdisziplinäre Studententeams der TU-Wien wurden von der hochrangig besetzten Fachjury der Concrete Student Trophy 2006 zu gleichwertigen Siegern des Wettbewerbes erklärt und mit einem Preisgeld von jeweils 4000 Euro ausgezeichnet. Zusätzlich wurden für drei weitere Einreichungen Anerkennungspreise von jeweils 1500 Euro vergeben. Alle prämierten Projekte überzeugten durch ihre Praxisnähe.

Der Preis wird für herausragende Projekte und Seminararbeiten vergeben, bei deren Gestaltung und Konstruktion dem Werkstoff Beton eine wesentliche Rolle zukommt. Bewertet wurden die eingereichten Arbeiten hinsichtlich Idee, technischer Innovation, Gestaltungsqualität, Konstruktion, Funktionalität, Durchführbarkeit, Anwendung des Werkstoffs Beton, Umweltaspekten und Kosten-Nutzen-Relation.

Interdisziplinäre Arbeiten erreichen höchste Qualität

Interdisziplinäres Arbeiten verschaffte der Welt der guten Architektur seit jeher innovative und prägende Einflüsse. "Die Bauhaus-Ära zum Beispiel steht für die simultane Zusammenarbeit von Kunst, Architektur- und Ingenieurleistung. Obwohl sie im Kern nur sieben Jahre dauerte, hat sie das Baugeschehen bis heute massiv beeinflusst", erklärte Univ. Prof. Christoph Achammer, TU Wien, einer der Proponenten der Concrete Student Trophy. Alle Siegerarbeiten wurden von "interdisziplinären Teams" entwickelt. Der sichtbare Beleg dafür, dass die Zusammenarbeit von Architekten und Bauingenieuren nicht nur möglich, sondern auch äußerst fruchtbringend ist.

Unterstützt wurde der Wettbewerb von einem Konsortium bestehend aus der Wiener MA 29 (Brückenbau), dem Verband der Ziviltechnikerbetriebe Österreichs (VZÖ), dem Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB), der PORR GmbH und der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), das die Vernetzung von Experten unterschiedlicher Fachbereiche fördert und Student/innen die Chance gibt, innovative Projekte zu verwirklichen.

Wettbewerbsthema 2006: Betonschalen im Hochbau

Wettbewerbsthema der "Concrete Student Trophy" 2006 war der Entwurf einer Sommer-Bar für das neu gestaltete Ortszentrum von Schwadorf an der Fischa unter Anwendung der Betonschalen-Technologie im Hochbau.

1. Platz: Eine Welle aus Beton prägt die Verbindung räumlicher Gegebenheiten

Das Projekt "Cafe-Bar Schwadorf/Fischa", eingereicht von Johann Gimplinger (Architekturstudent) und Eduard Lugger (Bauingenieurstudent), TU Wien, präsentiert sich als weich geschwungene Betonschale in Form einer stilisierten Welle die das gesamte Areal im Ortskern von Schwadorf einbezieht.

1. Platz: Frei tragender "Knoten" verknüpft Ortsteile des ehemaligen Textilstandortes

Als frei tragender Knoten, der nicht nur sämtliche geforderten Funktionen erfüllt, sondern auch durch seine Form wirkungsvolle Akzente setzt, präsentiert sich der Entwurf von zwei weiteren Studenten der TU Wien nicht nur architektonisch, sondern auch technologisch besonders innovativ. Das Projekt von Aylin Dolapcioglu (Architekturstudentin) und Ökcün Gülmez (Bauingenieurstudent), nimmt Bezug auf den ehemaligen Textilstandort Schwadorf.

Damit wurde dem Team Gimplinger/Lugger der erste Platz ex aequo mit dem Team Dolapcioglu/ Gülmez mit einem Preisgeld von je 4.000 Euro zuerkannt.

Neue Generation von Architekten und Ingenieuren

Der Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie Felix Friembichler: "Wir wollten zeigen, dass interdisziplinäres Arbeiten neue innovative Ansätze sichtbar macht und das ist nicht nur in den Siegerprojekten sondern in vieler Hinsicht auch in allen anderen Projekten sichtbar geworden." Als Innovationsführer der Betontechnologie ist es uns besonders wichtig, Ideen aus unterschiedlichen Spezialgebieten zusammenzuführen um daraus Anstöße für weitere Entwicklungen zu gewinnen. Das passiert am besten, wenn es gelingt, vorhandenes Wissen in einem interdisziplinären Diskurs neu zu kombinieren.

Prof. Johann Litzka Dekan der Fakultät für Bauingenieurwesen der TU Wien zu den wesentlichen Highlights der Concrete Student Trophy:
"Mit diesen Arbeiten die im Rahmen des Studienplans ausgeführt wurden, konnten die Universitäten gleichzeitig ihr realitätsnahes Ausbildungssystem optimal zur Geltung bringen." Die Studenten haben aus Sicht Litzkas ihre Chance, innovative und praxisorientierte Projekte zu entwickeln, hervorragend genützt.

Für DI Heinz Gschnitzer, Geschäftsführer der Porr GmbH, zeigen die Ergebnisse des Wettbewerbs, dass sich Österreichs Architekt/innen und Techniker/innen nicht nur auf internationalem Top-Niveau befinden, sondern dass durch die Kooperationen innovative Ideen verstärkt werden können, wie dies in der Konzeption des Wettbewerbs beabsichtigt war. Die Industrie habe hohen Bedarf an gut und umfassend ausgebildeten Fachleuten, die durch diesen Preis gefördert werden sollen.

Das zweite große Ziel der Concrete Study Trophy, die Förderung von Studentinnen und Studenten ist seiner Ansicht nach ebenfalls voll erfüllt worden: "Wenn wir mit unserer Trophy jungen Architekt/innen und Techniker/innen die Chance geben, konkrete Projekte zu entwickeln und auch auszuführen, schaffen wir damit einen wichtigen Schritt in die Zukunft des Bauens, die von weiter steigenden technischen und architektonischen Anforderungen und starkem Wettbewerb geprägt sein wird."

Weitere Infos sowie Bilder der Sieger und Einreichungen zum download unter www.zement.at

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Andrea Baidinger
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