ÖAMTC: Autofahrer werden in Sachen Pkw-Maut verhöhnt

Hochrechnungen zeigen, massive Mehrbelastung nicht nur für Pendler

Wien (OTS) - "Das ist blanke Verhöhnung der Autofahrer", zeigt
sich ÖAMTC-Generalsekretär Hans Peter Halouska entrüstet. "Im speziellen bedeuten die aktuellen Pläne zur Einführung einer kilometerabhängigen Pkw-Maut eine Augenauswischerei nicht nur zu Lasten tausender Pendler."

Der ÖAMTC hat als Beispiel die Mehrkosten für einen Tagespendler von Mattersburg nach Wien für ein Jahr hochgerechnet. Fünf Cent pro gefahrenem Kilometer liegen dieser Rechnung zu Grunde. Der Pendler hätte mit jährlichen Mehrkosten von 900 Euro zu rechnen. "Dagegen sind die Seitens der Asfinag angebotenen 100 Millionen Euro Pendlerentlastung für alle betroffenen Pendler ein schlechter Scherz", sagt der ÖAMTC-Generalsekretär.

Es ist unrealistisch anzunehmen, dass diese Mehrbelastung durch ein wie immer geartetes Modell einer Pendler-Entlastung ausgeglichen werden kann. Fazit: Tausende Autofahrer, die auf ihr Auto angewiesen sind, werden auf erheblichen Mehrkosten sitzen bleiben.

Ebenso sind die vermeintlichen Einnahmen in der Höhe von 900 Millionen Euro bzw. sogar eine Milliarde Euro in Frage stellen. Der ÖAMTC geht bei einem Kilometersatz von fünf Cent von wesentlich geringeren jährlichen Gesamteinnahmen von maximal 750 Millionen Euro aus. Davon ist der Einnahmen-Entfall von rund 320 Millionen Euro für die Vignette sowie weiteren 113 Millionen Euro für die Streckenmauten abzuziehen. Noch nicht berücksichtigt ist der zusätzliche Einnahmen-Entfall, der durch massiven Ausweichverkehr in das untergeordnete Straßennetz sowie die Folgekosten für die deswegen zu erwartenden höheren Unfallzahlen.

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