Gabmann und Schicker: "Gemeinsame Koordinierungsstelle"

Wien (OTS) - "Mit dem Stadt Umland Management (SUM) wird nun von
den Ländern Wien und Niederösterreich eine gemeinsame Koordinierungsstelle für Fragestellungen und Projekte geschaffen, die speziell die Stadtrandbereiche von Wien und das niederösterreichische Umland betreffen", betonten der niederösterreichische Wirtschaftslandesrat LH-Stv. Ernest Gabmann und der Wiener Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker am Donnerstag bei einer Tagung im Wiener Rathaus.

"Viele Entwicklungen am Wiener Stadtrand, im Stadt - Umland, bedürfen einer engeren Zusammenarbeit über die Ländergrenze hinweg" betonen ExpertInnen, Fachleute und BürgerInnen immer wieder aufs Neue.

Dabei geht es längst nicht nur um das Zusammenwirken von Niederösterreich und Wien. Auch zwischen den Gemeinden verläuft Vieles unkoordiniert: Planung erfolgt meist nach gemeindeinternen Gesichtspunkten. Dabei ist der Ballungsraum im Süden von Wien die größte "Stadt" Niederösterreichs, je nach Abgrenzung wohnen in dem zusammenhängenden Siedlungsraum jedenfalls über 80.000 EinwohnerInnen. Und der nördliche Stadtrand lässt nicht zuletzt im Zuge der Errichtung hochrangiger (Straßen-)Infrastrukturen eine dynamische Entwicklung erwarten.

Das SUM ist eine Weiterentwicklung der Regionalmanagements "Wien Umland" (von NÖ im Jahr 1998 initiiert) und "Wien Nord Ost" (im Jahr 2001 von Wien ins Leben gerufen). Das SUM arbeitet in den Aufgabenfeldern

o Information über länderübergreifende, regional relevante Aktivitäten. o Koordination und Vernetzung auf der Ebene der Umlandgemeinden, zwischen Wiener Bezirken und Umlandgemeinden sowie zwischen den Landesdienststellen von Wien und NÖ. o Projektarbeit im Sinne von Initiierung und laufender Betreuung von Regionalprojekten (nicht Projektmanagement).

Wirtschaftslandesrat LH-Stv. Ernest Gabmann: "Das Stadt Umland Management soll die vielfältigen Kooperationen im direkten Stadt Umland, sowie der Stadtregion vernetzen und verstärken. Unser Ziel ist die optimale Nutzung der vorhandenen Potenziale und die Vernetzung aller Akteure".

Planungsstadtrat Schicker hebt hervor: "Wien bekennt sich zur Zusammenarbeit mit den Partnern im Stadt-Umland. Trotz der Wettbewerbssituation können wir von der Kooperation profitieren. Nun geht es darum, alle ins Boot zu holen. Das Stadt-Umland-Management ist das Angebot, das nur wirksam werden kann, wenn sich der Regionsgedanke bei Entscheidungen und Ressourceneinsatz in Wien und dem Umland verstärkt durchsetzt."

Zur diesjährigen SUM-Konferenz im Wiener Rathaus kamen zahlreiche politische VertreterInnen der Wiener Bezirke und der niederösterreichische Stadt-Umland-Gemeinden sowie VertreterInnen des Niederösterreichischen und des Wiener Landtages/Gemeinderates. Im Mittelpunkt der Konferenz standen Chancen und Wege für ein Verfahren zur Information und Abstimmung bei regional bedeutsamen Projekten im Rahmen des SUM. Ein solches Verfahren könnte regionales Denken und gemeinsames strategisches Handeln im Ballungsraum fördern und so einen Mehrwert für die gesamte Stadtregion schaffen. VertreterInnen des Verbandes Region Stuttgart und des Regionalverbandes Südniedersachsen e.V. (Göttingen) haben dazu Erfahrungen aus deutschen Stadtregionen eingebracht.

Organisatorisch ist das Stadt Umland Management Teil des Vereins Niederösterreich / Wien - gemeinsame Entwicklungsräume. Inhaltlich gesteuert wird das SUM von der SUM-Steuerungsgruppe unter dem Vorsitz des Baudirektors des Magistrats der Stadt Wien, DI Gerhard Weber, und des Leiters der Gruppe Raumordnung, Umwelt und Verkehr der Niederösterreichischen Landesregierung, Prof. Dr. DI Friedrich Zibuschka. (Schluss) kel

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DI. Andreas Hacker
E-Mail: sum.sued@stadt-umland.at
DIin. Renate Zuckerstätter-Semela
E-Mail: sum.nord@stadt-umland.at

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