Europäisches Parlament gibt Zustimmung zum 7. EU-Forschungsrahmenprogramm

Wien (PWK815) - "Der Einsatz des Europäischen Parlaments für das 7. Forschungsrahmenprogramm hat zu einem guten Ergebnis geführt", begrüßte Reinhold Mitterlehner, Generalsekretär-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich, die heute Donnerstag gegebene Zustimmung des Europäischen Parlaments zum 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (FP 7). Die formelle Annahme durch den Rat kann somit Mitte Dezember 2006 erfolgen.

Im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms werden für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration im Zeitraum 2007 bis 2013 54,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. 32,4 Milliarden Euro werden in die Zusammenarbeit von Forscherteams aus Wissenschaft und Wirtschaft im Programm Kooperation fließen. Weiters werden rund 4,1 Milliarden Euro für die Stärkung der F&E-Kapazitäten und 4,7 Milliarden Euro für die Mobilität und Entwicklung des europäischen Forschungspersonals aufgewandt werden. Der Europäische Forschungsrat wird über die Verwendung von 7,5 Milliarden Euro für Spitzenforschung im Bereich der Grundlagenforschung entscheiden.

"Die Maßnahmen im Programm ‚Kapazitäten’ sind maßgeschneidert für die Bedürfnisse der kleinen und mittleren Unternehmen", betonte Mitterlehner. Sie ermöglichten es KMU, die nicht über eine eigene Forschungsinfrastruktur und -personal verfügen, die gewünschten Forschungsaktivitäten auszulagern. Auch das dadurch geschaffene geistige Eigentum geht auf sie über.

Nach Abschluss des Gesetzgebungsprozesses geht es nun um eine praxisnahe Durchführung. "Die relevanten Informationen müssen vollständig und zeitgerecht für die Calls for Proposals zur Verfügung stehen", forderte Mitterlehner. In Österreich können die Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf die kompetente Information und Beratung der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in allen Fragen des 7. Forschungsrahmenprogramms zählen. Die Wirtschaftskammer Österreich hat im Schulterschluss mit dem Bund dafür gesorgt, dass die FFG eine optimale Beratung und Betreuung über die ganze Laufzeit der Projekte anbieten kann

"Wir erwarten uns über die Gesamtlaufzeit von sieben Jahren einen Rückfluss in der Höhe von einer Milliarde Euro, davon sollen 40 Prozent in die Unternehmen fließen", so Mitterlehner abschließend. (FA)

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