WKÖ-Budget 2007 sieht ausgeglichenes Ergebnis vor

Schenz: Überaus erfolgreiche Offensive "go international" sollte zu einem fixen Bestandteil der Förderlandschaft werden - Ausbau der Synergien mit der ÖW

Wien (PWK813) - Wie schon in den vergangenen Jahren geht der Voranschlag der Wirtschaftskammer Österreich für 2007 von einem ausgeglichenen Ergebnis aus.

Trotz der großen Veränderungen im Finanzierungsbereich der WKÖ -1995 Wegfall des Außenhandelsförderungsbeitrages und ab 2002 Verzicht auf ca. 70 Millionen Euro jährlich an Umlagen - konnte das volle Leistungsprogramm inklusive des Netzes von 106 Außenhandelsstellen und Marketingbüros aufrechterhalten werden. Als besonders hilfreich erwies sich dabei die erfolgreiche Internationalisierungsoffensive "go international", hob Schenz hervor. Seit 2003 werden im Rahmen dieser Offensive Aktionsprogramme zur Internationalisierung der österreichischen Wirtschaft gefördert. Die Laufzeit der anerkannt zweckmäßigen Offensive wurde inzwischen auf 2007 ausgedehnt. Dafür stehen Restfördermittel von 6,8 Millionen zur Verfügung.

Die Zahl der exportierenden Unternehmen hat sich von rund 15.000 im Jahr 2000 auf 30.000 Ende 2006 verdoppelt. "Die Fördergelder sind also bestens im Sinne der heimischen Wirtschaft angelegt. Go international sollte daher zu einem fixen Bestandteil der österreichischen Exportpolitik werden", deponierte der WKÖ-Vizepräsident in diesem Zusammenhang.

Beim Kooperationspartner Österreich Werbung (ÖW), der mit jährlich 8 Millionen Euro unterstützt wird, bietet sich die Nutzung zusätzlicher Synergien an. An einer Reihe von Standorten ist es bereits gelungen, das Service der Außenhandelsstellen und das der ÖW unter einem Dach anzubieten. "Ich bin überzeugt, dass sich diese Zusammenarbeit zum Vorteil beider Partner noch weiter vertiefen lässt", bekräftigte Schenz.

Das breite Angebot der WKÖ für die Außenwirtschaft kommt auch im Budget zum Ausdruck. Im Voranschlag entfallen 73,4 Millionen Euro auf den EU- und Außenwirtschaftsbereich. Das sind fast 50 Prozent des gesamten Umlagenaufkommens der WKÖ.

Der Personalaufwand liegt nur geringfügig, und zwar um 0,37 Prozent, über dem Vorjahresbudget. "Daraus lässt sich ableiten, dass die Werte nach dem erfolgten Personalabbau nun praktisch stabil bleiben".

Der Bereich Interessensvertretung wird im Vergleich zu den Vorjahren weiter intensiviert. Der Anstieg 2007 begründet sich vor allem durch die "Schumpeter Executive Academy". Die WU Wien führt hier in Kooperation mit der WKÖ postgraduale Weiterbildungsprogramme durch. Zweitgrößter Kostenblock ist der Bereich "Service und Dienstleistungen", wozu vor allem die Leistungen der Außenwirtschaftsorganisation gehören.

Wie bereits im Vorjahr ist im Voranschlag 2007 eine außerordentliche Dotation des Pensionsfonds der WKÖ in Höhe von 10 Millionen Euro vorgesehen, die zur Gänze aus der Ausgleichsrücklage (Gebarungsreserve) finanziert wird. Damit wird einer Empfehlung des Rechnungshofes nachgekommen und eine Anhebung der Umlagen zur Aufwandsabdeckung und damit eine Belastung der Mitglieder vermieden. Die Rücklagenzuweisungen betragen 1,7 Millionen Euro und betreffen vorwiegend die Rücklage für Einrichtung und Instandhaltung. Damit ergibt sich für den Voranschlag 2007 ein ausgeglichenes Ergebnis, führte Schenz im Detail aus. Die Einnahmen aus den Kammerumlagen und sonstigen Erträgen betragen 189 Millionen Euro. Dem stehen Ausgaben in gleicher Höhe gegenüber.

Zum laufenden Jahr zeigt das Controllingsystem, so Schenz, dass sich die Istkosten und somit auch die Budgetausnützung plangemäß entwickeln. "Das spricht nicht nur für die Qualität der Planung, sondern auch für die hohe Budgetdisziplin im Hause", hält Schenz fest. Auch die Kammerumlagen entwickeln sich voranschlagsgemäß. Aus heutiger Sicht zeichnet sich daher ein positives Ergebnis für 2006 ab.

Der Voranschlag 2007 der WKÖ wurde vom Wirtschaftsparlament einstimmig beschlossen. (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung Finanz- und Rechnungswesen
Mag. Michaela Kogler
Tel.: (++43) 0590 900-4552
Fax: (++43) 0590 900-251
finre@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0010