Wirtschaftsparlament fordert Senkung der Lohnnebenkosten

Von Sozialpartnern in Auftrag gegebenes WIFO-Weißbuch als Richtschnur für künftige Wirtschaftspolitik

Wien (PWK810) - Im Rahmen der Debatte beim heutigen "Wirtschaftsparlaments" der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) wies Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft, auf das WIFO-Weißbuch als "einen Meilenstein der österreichischen Wirtschaftspolitik" hin. Darin wurden umfassende Strategien für den Standort Österreich entworfen, die darauf hinweisen, dass sich Österreich vom Technologienehmerland zum internationalen Technologiegeberland entwickeln könnte, so Plass: "Diesbezüglich wird im Weißbuch auch eine radikale Reform des Bildungs- und Forschungssystems angesprochen, die wir einfordern." Plass selbst fordert eine dauerhafte Strategie, um Wachstum und Beschäftigung in Österreich sicher zu stellen. Plass: "Es ist eine offenen Diskussion über eine nachhaltige Wachstumsstrategie fällig" und das Weißbuch des WIFO solle politisch 1:1 umgesetzt werden.

Friedrich Amann, Spitzenvertreter des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW), ging auf die laufenden Koalitionsverhandlungen ein: "Egal wie diese ausgehen werden, die Wirtschaft muss in Zukunft weiter entlastet werden, damit Österreich international konkurrenzfähig bleibt." Die Wirtschaft selbst habe ihre Hausaufgaben gemacht und ihre Vorstellungen für die Zukunft geliefert. Amann betonte weiters die Wichtigkeit der Klein- und Mittelunternehmen (KMU) für Österreich: "Als Betriebsinhaber und Vertreter der kleinen Unternehmen, weiß ich, dass die KMU das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft sind. Sie tätigen 55% der jährlichen Bruttoinvestitionen, sie tragen 80% der Ertragssteuern und 70% der Umsatzsteuern." Damit die KMU weiter ihren Beitrag für den Wohlstand des Landes leisten können, müssen sie steuerlich entlastet werden, fordert Amann. "Denn diese Betriebe schaffen Arbeitsplätze und tragen zum Wohlstand des Landes bei." Besonders wichtig sei dabei die Senkung der Lohnnebenkosten und ein Abbau der überbordenden Bürokratie.

Karl Heinz Kopf ging als Vertreter vom Wirtschaftsbund auf die Forderung der Grünen der 1:1-Umsetzung des WIFO Weißbuches ein: "Es war von den Sozialpartnern vernünftig, eine wissenschaftliche Expertise in Auftrag zu geben. Aber Politik ist nicht das Abschreiben von wissenschaftlichen Erkenntnissen, da fließen auch gesellschaftspolitische Entscheidungen mit ein." Das Credo der WKÖ an die künftige Regierung müsse ein klares Bekenntnis zur Sicherung des Wohlstandes und einer Wettbewerbsorientierung sein. Kopf: "Unser Handeln muss sich daher darauf konzentrieren, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Österreich zu optimieren. Daher müssen wir uns um eine geringere Steuerbelastung, eine Erhöhung der Forschungsquoten, eine moderne Infrastruktur, kostengünstige Versorgung mit Energie, soziale Stabilität, innere Sicherheit, Beschäftigungssicherung, neue Jobs, gesicherte Einkommen und rechtliche Stabilität bemühen." (BS)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Stabsabteilung Presse
Mag. Rupert Haberson
Tel.: (++43) 0590 900-4362
Fax: (++43) 0590 900-263
presse@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0007