Lichtenecker: Wirtschaftskammer soll Energiewende forcieren

Grüner Antrag für Ausstieg aus Fossil-Wirtschaft im Wirtschaftsparlament

Wien (OTS) - "Der zunehmende Klimawandel ist kein reines Umweltproblem, sondern kann zu einer gravierenden Weltwirtschaftskrise führen, wenn nicht rasch und entschieden gegengesteuert wird", so Ruperta Lichtenecker, Umwelt- und Energiesprecherin der Grünen. "Es muss daher auch für die Wirtschaftskammer ein zentrales Anliegen sein, die Energiewende zu forcieren", fordert Lichtenecker. Die Grüne Wirtschaft wird daher bei der heutigen Sitzung des Wirtschaftsparlamentes einen Antrag einbringen, den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger zu einem vorrangigen Lobbyingziel der gesamten Wirtschaftskammer-Organisation zu machen. Konkret wird im Antrag vorgeschlagen, unter Einbindung von Parteien, Sozialpartnern und NGOs gemäß dem schwedischen Vorbild einen Masterplan zur Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu erarbeiten. "Ich erhoffe mir die Zustimmung der anderen Fraktionen im heutigen Wirtschaftsparlament zu diesem wirtschaftspolitisch wichtigen Vorschlag", so Lichtenecker.

"Österreich ist weltweit Spitzenreiter in Umwelttechnologien und Innovationen, und dennoch zählt Österreich beim Klimaschutz zu den EU-Schlusslichtern", kritisiert Lichtenecker. "Die Energiewende bringt nicht nur der Umwelt einen Nutzen, sie bedeutet für Österreich einen Wachstums-, Innovations- und Jobmotor und schafft Unabhängigkeit von den politisch instabilen fossilen Rohstoffmärkten", ist Lichtenecker überzeugt. Auch das WIFO-Weißbuch empfiehlt die Vorreiterrolle Österreichs im Umwelt- und Energiesektor zu nutzen und weiter auszubauen sowie ein Konzept zum Ausstieg aus der Ölabhängigkeit ähnlich jenem Schwedens, das bis ins Jahr 2020 die vollständige Energieautonomie anstrebt.

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