AK: Nur wirksame und flächendeckende Kontrollen verhindern illegale Praktiken im Gütertransport

Wien (OTS) - "Eine konzertierte Aktion gegen Sozialbetrug und Missachtung der Schutzbestimmungen im Güterverkehr auf der Straße und auch der Donau", verlangt AK Verkehrsexpertin Sylvia Leodolter heute, Donnerstag, bei der AK Veranstaltung "Legal - Illegal - Egal? Probleme und Kontrollen im Straßengüterverkehr und auf der Donau". Nur mit mehr und strengeren Kontrollen von Straßenpolizei, Arbeitsinspektoraten, Krankenkassen und Finanzämtern kann der Druck auf die Fahrer verringert, faire Wettbewerbsbedingungen geschaffen und die Verkehrssicherheit garantiert werden.

Immer mehr Unternehmen verlagern ihren Sitz ins Ausland, immer häufiger bekommen Lenker nicht den vorgeschriebenen Lohn, werden Sozialversicherungsbeiträge und Steuern hinterzogen und missachten Frächter sämtliche Vorschriften für Lenk- und Ruhezeiten und Höchstgeschwindigkeit. Die Folge: Der zunehmende Druck auf die Lkw-und Buslenker ist lebensgefährlich, für sie selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer: Übermüdung, Fehleinschätzung, mangelnder Abstand, überhöhte Geschwindigkeit, Müdigkeit und Einschlafen hinter dem Steuer sind die Hauptursachen für Lkw-Unfälle.

"Mit auf Dauer angelegten konzertierten Aktionen zur Kontrolle auf den Straßen und im Betrieb muss mehr Sicherheit hergestellt werden", sagt Leodolter. Bei den Kontrollen muss die Einhaltung von Verkehrsvorschriften geprüft werden - und die Einhaltung der Sozialvorschriften über Lenk- und Ruhezeiten, Entlohnung und Ausländerbeschäftigung. Dazu müssen auch EU-weit einheitliche Mindestbedingungen für die Kontrolle der Sozialvorschriften im Straßengüterverkehr effektiv verbessert und rascher in Kraft gesetzt werden.

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