Grasser-Gate: Fußi fordert Misstrauensantrag gegen Grasser

Österreicher haben die Schnauze voll / Ministerium für Wahrsagerei, Friendship-Tickets und Jetseterei gefordert

Wien (OTS) - Nachdem die Echtheit des Schreibens von EADS-Boss Bischoff an BMF Grasser außer Zweifel steht, fordert Volksbegehrensinitiator Rudolf Fußi die Abberufung Grassers aus der Himmelpfortgasse. Fußi: "Wir erleben ein wahres Grasser-Gate! Homepage-Affäre, Versorgung von Mitarbeitern in staatsnahen Betrieben, Gespräche mit Waffenlobbyisten vor Beginn der Ausschreibung, Erledigung der Pressearbeit seiner Frau durch seinen Pressesprecher, das Maß ist voll. Ich fordere namens der 625.000 UnterzeichnerInnen SPÖ, Grüne und FPÖ auf, Grasser das Misstrauen auszusprechen. Die Österreicher haben echt die Schnauze voll wie hier private und politische Interessen konsequent vermischt werden!"

Dass Grasser nämlich bereits 2001 von 18 Eurofightern gesprochen habe, beweise einmal mehr, dass die Vermutung, "der gesamte Ankauf sei eine perfekt orchestrierte Farce" nicht länger von der Hand zu weisen sei. Fußi wünscht sich, dass Grasser sich "um Klunker und Kristalle in Wattens kümmern möge, seine Hände von den Staatsfinanzen aber zügig entfernt werden müssten".

Schaffung eines eigenen Ministeriums?

Fußi hat jedoch für die zukünftige Regierung einen höhnischen Rat parat: "Man sollte auf Grassers Kompetenzen nicht verzichten. Wer 2001 bereits wusste, dass es 18 Eurofighter werden würden und so quasi das Hochwasser (der eigentliche Grund für die Reduktion von 24 auf 18) und die Typenentscheidung vorhergesehen hat, ist unverzichtbar für die Geschicke Österreichs. Ich schlage daher vor, ein Ministerium für Wahrsagerei, Vorsehung, Friendship-Tickets und Jetseterei zu gründen, da wäre Grasser die perfekte Besetzung."

Rückfragen & Kontakt:

VB gg Abfangjäger
Rudolf Fußi
Tel.: +43 699 10 50 3253
grassergate@rudolffussi.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0003