Kinderfreunde und SPÖ Frauen übergeben Bürgerinitiative für mehr Sicherheit im Schulbus an die 1. Nationalratspräsidentin Prammer!

St. Pölten (OTS) - Gemeinsam mit der Vorsitzenden der SPÖ Frauen Niederösterreich, Abg. zum Nationalrat Gabi Binder-Maier, dem Verkehrssprecher der SPÖ im NÖ Landtag, Abg. zum NÖ Landtag Bgm. Herbert Thumpser übergab der Landesvorsitzende der Kinderfreunde Niederösterreich, Andreas Kollross über 4.000 Unterschriften einer BürgerInneninitiative für mehr Sicherheit im Schulbus an die 1. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer.

Grund dieser Initiative ist die seltsame Zählregel im tagtäglichen Schulbusverkehr. "Während für Tagesausflüge die sogenannte 1:1 Zählregel gilt, ist diese jeden Tag für viele Kinder in Niederösterreich außer Kraft gesetzt. Hier gilt die Formel eine Sitzreihe im Autobus für drei Kinder. Wir wollen mit unserer Initiative darauf aufmerksam machen, dass Schulkinder nicht "Menschen zweiter Klasse" sind, und ein Recht auf einen eigenen Sitzplatz haben. Dieser momentane Zustand ist untragbar," so Kollross anlässlich der Initiative.

Abg. zum Nationalrat Gabi Binder-Maier merkte bei der Übergabe an:
"Wir fordern eine rasche Beendigung dieser Diskriminierung unserer Kinder. Auch Kinder haben ein Recht auf einen Sitzplatz. Die 1:1 Zählregel im täglichen Schulbusverkehr muss so rasch als möglich umgesetzt werden. Es darf nicht länger eine Situation vorherrschen, die es ermöglicht, dass ein vollbesetzter Schulbus mit Kindern bis zu 50%, da Kinder unter sechs Jahren gar nicht gezählt werden, mehr Passagiere befördern kann, als ein Bus mit Erwachsenen. Nicht auszudenken, was hier alleine nur bei einer Vollbremsung passieren kann. Weiter möchte ich gar nicht denken."

Verkehrssprecher Labg. Bgm Herbert Thumpser: "Die Verkehrssicherheitsstatistik spricht eindeutig für eine Gesetzesänderung. Zwischen Oktober 1991 und Oktober 2005 verunglückten 427 Kinder und Jugendliche bei Unfällen in Schulbussen. Über 80 Prozent von ihnen waren zwischen sechs und 14 Jahre alt. Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen könnten über die Hälfte aller schweren und tödlichen Verletzungen durch einen Gurt gemildert oder verhindert werden. Wenn aber drei Kinder auf zwei Plätzen sitzen, können sie gar nicht gesichert sein - selbst wenn Gurte vorhanden sind. Die Transporte mit überfüllten Schulbussen gefährden tagtäglich die Gesundheit unserer Kinder.

Binder-Maier, Kollross und Thumpser bekräftigten abschließend ihre Forderung und kündigten weitere Initiativen an: "Wir fordern, dass die geltende Zählregel von 3:2 im täglichen Schulbusverkehr unverzüglich auf 1:1 geändert wird!"

Fotos der Übergabe auf Anfrage erhältlich!

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