Krotsch: Vernichtendes Urteil für österreichische Frauenpolitik!

Frauensekretärin der SPÖ-Wien zum Global Gender Gap Report 2006

Wien (SPW) - "Die Ergebnisse des Global Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums stellt der österreichischen Frauenpolitik ein desaströses Arbeitszeugnis aus: Österreich liegt in Sachen Geschlechtergleichstellung nur an 26. Stelle. Bei der ökonomischen Gleichstellung und Chancen im Beruf sogar nur auf Rang 81, zwischen Paraguay und Argentinien! Dieser Report ist der Beweis dafür, dass die schwarz-orange Bundesregierung und die ÖVP-Frauenministerin Maria Rauch-Kallat nichts für ein eigenständiges und beruflich erfolgreiches Leben der ÖsterreicherInnen unternommen hat!", stellte die Frauensekretärin der SPÖ-Wien, LAbg. Nicole Krotsch am Donnerstag fest.****

"Es ist ein Skandal sondergleichen, wenn zu diesem schlechten Ergebnis die ÖVP-Frauenministerin Rauch-Kallat keine Stellungnahme abgibt! Und lediglich der Pressesprecher von Sozialministerin Ursula Haubner darauf reagiert, indem er eine Erhöhung der Frauenpensionen anpreist! Diese Maßnahme ändert aber nichts an der Tatsache, dass Frauen im Berufsleben an der gläsernen Decke und der immer weiter auseinander klaffenden Einkommensschere scheitern. Aktive Frauenpolitik muss sich mit dieser Thematik auseinandersetzen und Frauen dabei unterstützen ihren individuellen Lebensweg gehen zu können", forderte Krotsch im Gespräch mit dem Pressedienst der SPÖ-Wien.

Vor allem sei es wichtig, Frauen ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie durch spezielle Arbeitsmarktprogramme ermöglichen zu können. "Hierfür muss der Ausbau der Kinderbetreuung endlich umgesetzt werden. Außerdem muss das Kindergeld rasch und effizient reformiert werden, damit auch mehr Männer in Karenz gehen", so Krotsch. Im Mittelpunkt einer aktiven Frauenpolitik müsse darüber hinaus die aktive Arbeitsmarktpolitik für Frauen stehen und die gezielte Unterstützung für Wiedereinsteigerinnen. "Hierbei setzt Wien für ganz Österreich Maßstäbe. Die speziellen Aus- und Weiterbildungsangebote des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) unterstützen Frauen beim Wiedereinstieg nach der Karenz sowie beim Weiterkommen im Beruf", betonte Krotsch.

"Ich wünsche mir für ganz Österreich eine umfassende Unterstützung für Frauen. Damit Frauen im Beruf mehr Chancen erhalten und nützen können und gleichzeitig selbstbewusst und selbstbestimmt Leben können. Denn nur das macht eine aktive Frauenpolitik aus!", schloss Krotsch. (Schluss) nk

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