Wir gratulieren Runde Geburtstage im Dezember

Wien (PK) - Im Dezember feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

der ehemalige Vorsitzende des Bundesrates Prof. Ing. Helmut MADER (V) - 65. Geburtstag am 3. Dezember,

die ehemalige Abgeordnete Ingrid TICHY-SCHREDER (V) - 65. Geburtstag am 3. Dezember,

der ehemalige Abgeordnete Dr. Hans HESELE (S) - 80. Geburtstag am 15. Dezember,

der ehemalige Abgeordnete Fritz ZAUN (G) - 60. Geburtstag am 17. Dezember,

der Bundesrat Franz WOLFINGER (V) - 60. Geburtstag am 19. Dezember.

Helmut Mader 65

Einen runden Geburtstag feiert der ehemalige Vorsitzende des Bundesrats und langjährige Präsident des Tiroler Landtags im Dezember. Er wird am 3. Dezember 65 Jahre alt. Geboren 1941 in Mieders, besuchte er dort die Volksschule, ehe er nach Innsbruck auf das Gymnasium wechselte. 1961 schloss er die HTL Innsbruck im Fach Elektrotechnik ab und trat in die Dienste der Tiroler Wasserkraftwerke, für die er bis 1989 tätig bleiben sollte.

Mader engagierte sich bereits in jungen Jahren in den Reihen der Innsbrucker ÖVP, deren Vorstand er ab 1967 angehörte. 1970 entsandte ihn der Tiroler Landtag in den Bundesrat, wo er 1972 als jüngster Präsident den Vorsitz über die Länderkammer übernahm. 1975 wechselte Mader in den Tiroler Landtag, wo er vor allem Arbeitnehmerinteressen - Mader war 1988 bis 2001 Vorsitzender des Tiroler AAB - vertrat. 1987 wurde Mader im Gefolge der personellen Änderungen in der Tiroler ÖVP Klubobmann der Landtagsfraktion, zwei Jahre später avancierte er unter Landeshauptmann Alois Partl zum Landeshauptmannstellvertreter. Seit 1994 ist Mader Präsident des Tiroler Landtages.

Neben der Wahrnehmung politischer Mandate war und ist Mader in vielen Funktionen tätig, so war er viele Jahre stellvertretender Landesobmann der ÖVP Tirol, Mitglied des ORF-Kuratoriums und ist zudem Ehrenmajor des Innsbrucker Schützenbataillons.

Ingrid Tichy-Schreder 65

Gleichfalls am 3. Dezember 65 wird die langjährige Abgeordnete der ÖVP Ingrid Tichy-Schreder. Geboren 1941 in Wien absolvierte sie die Handelsakademie, ehe sie 1960 in den elterlichen Betrieb eintrat, den sie in der Folge Jahrzehnte lang leitete. Politisch engagierte sie sich in der Liesinger ÖVP, in deren Bezirksvorstand sie 1984 einzog, sowie in der Wirtschaftskammer, wo sie eine Vielzahl von Ämtern innehatte. So war Tichy-Schreder lange Jahre Kammerrätin, zudem Vorsitzende des Frauenreferats und schließlich Vizepräsidentin der WKÖ.

In den Nationalrat zog Tichy-Schreder 1979 ein, sie gehörte ihm durch 20 Jahre hindurch bis zum Oktober 1999 an. Sie galt als eine versierte Kennerin der heimischen Wirtschaft und war viele Jahre Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses.

Hans Hesele 80

Seinen 80. Geburtstag feiert Hans Hesele am 15. Dezember. Geboren 1925 in Baden bei Wien, besuchte er nach der Volksschule das Gymnasium in seiner Heimatstadt, ehe er nach dem Zweiten Weltkrieg an der Wiener Universität Jus inskribierte. Später erweiterte er sein studentisches Interesse auch auf den geisteswissenschaftlichen Bereich, und so schloss Hesele seine Studien mit dem Doktor iuris und dem Doktor philosophiae ab. Er trat in die Dienste der österreichischen Bundesforste ein und avancierte schließlich zum Ministerialrat.

Schon früh hatte sich Hesele der Arbeiterbewegung angeschlossen und wurde in der Badener Bezirksorganisation der SPÖ aktiv. Diese entsandte ihn bereits 1955 in den Gemeinderat, wo er bis 1965 tätig war, ehe er Stadtrat wurde. Von 1967 bis 1972 amtierte Hesele als Vizebürgermeister der Kurstadt. Zudem engagierte er sich ehrenamtlich in der Partei und ihren Gliederungen, lange Jahre war Hesele Bezirksparteiobmann der Badener SPÖ. Später wurde er Landesparteivorstandsmitglied der Niederösterreichischen SPÖ, ehe er schließlich lange Zeit auch als stellvertretender Landesparteiobmann und als Mitglied des Bundesvorstandes der SPÖ fungierte.

Im Oktober 1972 zog Hesele in den Nationalrat ein, wo er sich rasch als versierter Bildungspolitiker einen Namen machte. In den Jahren der Kreiskyschen Reformen prägte er die nachhaltige Verbesserung des heimischen Schul- und Bildungswesens maßgeblich mit. Diese Arbeit setzte er auch während der so genannten Kleinen Koalition und zu Beginn der Neuauflage der Großen Koalition fort, ehe er im November 1987 in den Ruhestand wechselte. Hesele galt auch als kundiger Rechts- und Verfassungsexperte.

Fritz Zaun 60

Auch ein Grüner feiert diesen Monat einen runden Geburtstag. Der Pionier der heimischen Umweltbewegung Fritz Zaun wird 60. Geboren am 17. Dezember 1946 in Wien, erlernte er das Graphikerhandwerk, das er in der Folge auch jahrzehntelang ausübte. Von frühester Jugend gesellschaftspolitisch engagiert, wurde Zaun in Baden zur Triebfeder gesellschaftlicher Umdenkprozesse und gründete bereits Ende der 70er Jahre eine grüne Liste, dies zu einer Zeit, in der es bestenfalls noch in Salzburg, wo Herbert Fux und Johannes Voggenhuber an einem ähnlichen Projekt arbeiteten, eine solche Initiative gab.

Zauns Liste fand den Zuspruch der Wähler, und so zog er 1980 als erster grüner Gemeinderat in das Badener Rathaus ein. Da war es nahe liegend, dass sich Zaun auch um einen bundesweiten Zusammenschluss der Grünen bemühte, und so spielte er im Formierungsprozess der Jahre 1983 bis 1986 eine wesentliche politische Rolle bei den heimischen Umweltbewegten. Durch das enttäuschende Wahlergebnis des Jahres 1986 gelang es Zaun nicht, bereits zu Beginn der neuen Legislaturperiode in den Nationalrat einzuziehen, doch gemäß dem damals bei den Grünen geltenden Rotationsprinzip rückte er im Januar 1990 in den Kreis der Abgeordneten nach. Dem 1990 neu gewählten Nationalrat gehörte er freilich nicht mehr an, er konzentrierte sich in der Folge wieder auf die Badener Kommunalpolitik. (Schluss)

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