Lichtenecker zu Temelin: Handlungsbedarf für Kanzler Schüssel

Verständnis für Grenzblockaden der Atom-GegnerInnen

Wien (OTS) - "Fünf Jahre nach Unterzeichnung des Melker
Protokolls, in dem mit Tschechien die vollständige Behebung aller Sicherheitsmängel des AKW Temelin vertraglich vereinbart wurde, ist Temelin immer noch ein Atomrisiko ersten Ranges an Österreichs Grenze", kritisiert Ruperta Lichtenecker, Umweltsprecherin der Grünen. "Bisher gibt es keinerlei Signale der Temelin-Betreiber, die offenen Sicherheitsfragen zu lösen. Bundeskanzler Schüssel muss umgehende Gespräche mit Prag aufnehmen, mit dem Ziel, die Sicherheitsmängel sofort zu beheben oder Temelin stillzulegen", fordert Lichtenecker.

"Gleichzeitig muss die Bundesregierung als Druckmittel mit den Vorbereitungen für eine Völkerrechtsklage gegen Tschechien beginnen, wie dies in einem von allen Parlamentsparteien eingebrachten Entschließungsantrag zu Recht verlangt wird", so Lichtenecker, die Verständnis für die für kommenden Sonntag angekündigte Grenzblockade der Atom-GegnerInnen zeigt. "Der Bevölkerung reicht es einfach. Sie wurden von den Temelin-Betreibern und der untätigen österreichischen Bundesregierung jahrelang an der Nase herumgeführt und wollen zu Recht nicht länger mit der Zeitbombe Temelin vor ihrer Haustür leben", so Lichtenecker. "Es ist daher verständlich, dass sich die betroffene Bevölkerung mit Grenzblockaden Gehör verschaffen will."

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