Mariahilf: Flakturm als Mozart-Tonträger

Am 4.12.: Möglichkeit mit Künstler über Kunstprojekt zu reden - Bezirksvorsteherin übernimmt Ehrenschutz

Wien (OTS) - Am 5. Dezember dieses Jahres, dem Todestag Mozarts, fügt Walter Stach für den Verein lege_artis die gegensätzlichen Elemente - Flakturm und Requiem - zu einer Kunstkomposition zusammen. Ab 18 Uhr 15 wird Mozarts Totenmesse von der oberen Plattform des Turms im Esterhazypark, unterstützt von einem Scheinwerfer, für 49 Minuten gegen den Himmel geschallt. Ein markanter Beitrag zum heurigen Mozart-Jahr und zur zeitgenössischen Erinnerungskultur. Den Ehrenschutz über das Projekt, welches mit 2.000,-- Euro vom 6. Bezirk unterstützt wurde, übernahm Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann.

Am 4. Dezember, ab 18 Uhr 15, gibt es bei freiem Eintritt die Möglichkeit, mit dem Veranstalter auf der Plattform des Flakturms ein Gespräch zu führen, ein direktes Betreten der Plattform ist an diesem Tag jedoch nicht möglich (Treffpunkt: Turm-Eingang im Esterhazypark in Wien 6).

Wiens Flaktürme

Die insgesamt sechs, paarweise angeordneten Flaktürme in Wien wurden zwischen 1942 bis 1945, also gegen Ende des letzten Weltkriegs errichtet. Sie dienten zum Abwehren von feindlichen Fliegern und als Luftschutzbunker. Seit 1945 sind die Funktionen der martialischen Monolithen unklar. Ein Sprengen oder Abtragen ist technisch kaum durchführbar.

Jedenfalls: Die Wiener Flaktürme waren und sind reale Sinnbilder für eine Zeit des millionenfachen, kollektiven Todes.

Mozarts Requiem

Im Sommer des Jahres 1791 begann Wolfgang Amade Mozart im Auftrag des Grafen Walsegg-Stuppach mit der Komposition einer Totenmesse. Viele Anekdoten und Legenden ranken sich um dieses letzte Werk Mozarts. Historisch gesichert ist, dass Mozart die Komposition nicht mehr eigenhändig vollenden konnte, jedenfalls sein Schüler Franz Xaver Süßmayr letztlich der Erfüllung des Auftrags wegen die Partitur in eine abgabegerechte Endform brachte. "Das Requiem ist eine überragende Äußerungen eines menschlichen Individuums zum Phänomen des Todes," erklärt Walter Stach abschließend.

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(Schluss) red

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