AK Befragung: Auf Nummer sicher gehen Kids mit Wertkartenhandys (1)

Für Eltern mit Kids bei Vertragshandys kaum Services zur Kosteneindämmung

Wien (OTS) - Handynutzer werden immer jünger - bereits zwei
Drittel der schulpflichtigen Kinder haben ein eigenes Handy. Wertkartenhandys sind für Jugendliche am sichersten. Erlauben Eltern ihren minderjährigen Kids ein Vertragshandy, dann drohen Kostenfallen. Denn spezielle Pakete, um die Kosten bei Vertragshandys für Kids einzudämmen, sind rar. Und wer solche Services nutzt, muss oft dafür zahlen. Gleiche Standards fehlen auch beim Schutz vor nicht altersgerechter Unterhaltung. Das zeigt eine AK Befragung bei sechs Handyanbietern. "Gerade bei Handys kann die Schuldenfalle schnell zuschnappen", warnt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer, "daher ist mehr Schutz nötig.

Laut Market Institut 2005 regelt nur jede fünfte Familie mit dem Nachwuchs, wie sie ihr Handy nutzen sollen. Die AK Konsumentenschützer wollten von den Handyanbietern wissen, wie sie Eltern bei Produktauswahl, Kostenkontrolle und beim Filtern ungeeigneter Inhalte helfen. Befragt wurden A1, T-Mobile, One, tele.ring, Drei und Tele2mobil.

Die Anbieter raten für den optimalen Schutz zu Wertkarten. "Das ist zwar grundsätzlich gut, aber entspricht immer seltener der Realität", sagt Zimmer. Denn viele Jugendliche wollen auf Grund des Gruppendrucks und nicht zuletzt der Werbung Vertragshandys.

Für den Vertragsabschluss muss man bei allen Anbietern volljährig (18 Jahre) sein. Aber: Vertragshandys gibt’s in der Regel auch schon ab 14 mit Einverständnis- und Haftungserklärung des Erziehungsberechtigten. Dienste zur Kostenbegrenzung für Eltern mit Kindern, die ein Vertragshandy haben, sind rar. Können Nutzungslimits vereinbart werden, fallen oft Zusatzkosten an. So können z.B. Eltern bei Drei mit "3 Pronto" ihren Kids gegen monatliches Grundentgelt von fünf Euro inklusive Gesprächsminuten (Aktion 2,50 Euro) monatliche Fixbeträge von zehn Euro aufwärts über’s Konto aufbuchen. Ist das Nutzungslimit erreicht, wird automatisch gesperrt. One verrechnet monatlich ein Euro fürs Nutzungslimit (etliche Ausnahmen vom Schutz, z.B. Roaming, Wartungen), Mehrwertdienste sind gesperrt. T-Mobile sieht bei Verträgen zu Gunsten Jugendlicher Mehrwertdienst-, Download- und Raomingsperren vor.

Einheitliche Standards fehlen für Unterhaltungsangebote mit Altersbezug. Die Maßnahmen reichen z.B. von einer automatischen Sperre für erotische Dienstinhalte oder mobile Bezahlung am Zigarettenautomaten bis hin zu bloßen Warnhinweisen.

Aber auch Wertkarten haben ihre Tücken: Ist ein Dienst oder Anruf teurer als der Guthabensrest kann ein - nach Anbieterangaben -geringer Negativsaldo entstehen. T-Mobile und Tele2 ziehen beim Abrutschen ins Minus beim nächsten Aufladen den Betrag vom Guthaben ab. Ist bei A1, One, tele.ring und 3 das Guthaben weg, ist auch die Verbindung weg oder Minusbeträge werden nicht nachverrechnet: A1 prüft z.B. bei Mehrwert-SMS, ob ausreichend Guthaben vorhanden ist und stellt mangels Deckung nicht zu. Abos laufen nach dem nächsten Aufladen wieder wie bestellt weiter.

(Forts.)

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