DVB-T-Boxen: Kein Grund zur Kaufpanik (1)

Geförderte Geräte sind nicht unbedingt die bessere Wahl.

Wien (OTS) - Die Anzahl derer, die eine Settop-Box zum digitalen Empfang von ORF und ATV wirklich wollen, ist unbekannt. Die Zahl jener, die sie über kurz oder lang brauchen und deshalb eine anschaffen müssen, liegt hingegen vor: rund 1,5 Millionen oder 40 Prozent aller TV-Haushalte. Betroffen sind alle, die auch nach der Komplettumstellung noch mit Haus- oder Zimmerantenne die heimischen Programme empfangen wollen. Das Onlineportal www.konsument.at leistet Aufklärungsarbeit rund ums Thema Settop-Boxen.

Seit rund einem Monat gibt es in Österreich offiziell digitales terrestrisches Fernsehen. Während vor der Einführung Informationen rund ums Thema Digital-TV rar waren, sind nun Settop-Boxen Mangelware. "Die reale Verfügbarkeit der 'Kastln' unterliegt großen Schwankungen: Manchmal gibt es sie in manchen Geschäften, manchmal wiederum nicht", wundert sich "Konsument"-Technikexperte Paul Srna.

Theoretisch gibt es die Settop-Boxen in fünf verschiedenen Varianten, praktisch verfügbar sind derzeit - wenn überhaupt - nur zwei: (1) Unzertifizierte Zapping-Boxen verfügen über kein TÜV-Prüfpickerl und sind somit nicht "DVB-T zertifiziert". Mangels multimedialer Zusatzdienste ("MHP") werden diese Geräte auch nicht mit dem 40-Euro-Gutschein der RTR gefördert. (2) Zertifizierte MHP-MultiText-fähige Modelle sind dagegen am grünen Pickerl erkennbar - sie werden von den Gutschein-Ausgebern auch mit einem solchen bedacht. Wer diese zertifzierten Boxen erwirbt, kann auch eine Gratis-Hotline in Anspruch nehmen, die bei Fragen zur Installation Auskunft gibt.

Zertifizierte Zapping-Boxen und unzertifizierte MHP-MultiText-fähige Geräte gibt es derzeit nicht im Handel - beide Varianten stehen jedoch auch nicht auf der Förderungsliste. Interaktive MHP-Boxen - mit denen etwa "Starmania"-Fans ihrem Favoriten via Fernbedienung ihre Stimme geben können - sind momentan ebenfalls nicht erhältlich. Sie sollen Anfang 2007 auf den Markt kommen.

Auch wenn nur 100.000 Settop-Boxen bis zum 31.12.2006 gefördert werden: "Derzeit besteht kein Grund, in Kaufpanik zu verfallen", beruhigt Srna verunsicherte Konsumenten. Von den 100.000 Geräten mit "Förderung" für Schnellentschlossene sind zum einen gerade erst 20.000 über den Ladentisch gegangen. Zum anderen fährt man mit einer einfachen Zapping-Box ohnehin in jedem Fall billiger, auch ohne "Förderung".

Die analoge Ausstrahlung wird übrigens zwischen März und Juni 2007 in allen Landeshauptstädten - beginnend von Westen nach Osten -abgeschaltet. Der Rest des Landes folgt schrittweise.
(Fortsetzung)

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