Blecha: Anpassung nach Pensionistenpreisindex ist Conditio sine qua non

Wien (SK) - "Die Anhebung der Pensionen nach dem Pensionistenpreisindex ist für uns eine Conditio sine qua non", betonte der Präsident des PVÖ, Karl Blecha, am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz. Der Pensionistenpreisindex wurde auf Drängen des Seniorenrates von der Statistik Austria für das Jahr 2005 berechnet und diese Berechnung habe ergeben, dass Pensionistenhaushalte von der Teuerung stärker betroffen sind als andere Haushalte, erklärte Blecha weiter. Vor allem Teuerungen in Bereichen wie heizen, wohnen und Gesundheit würden ältere Menschen mehr treffen als Junge. "Der Pensionist hat nichts von einem billigen Laptop, wenn zeitgleich die Heizkosten explodieren", unterstrich Blecha die Wichtigkeit des Pensionistenpreisindexes. Insgesamt könne man davon ausgehen, dass die Belastung für Pensionisten pro Monat um 0,4 Prozentpunkte über dem normalen Verbraucherpreisindex liege. ****

Die Forderung des Pensionistenverbandes sei klar, so der PVÖ-Präsident, ab dem ersten Jänner 2007 verlange man eine Erhöhung um den Pensionistenpreisindex und überdies müsse dieser ins Dauerrecht übernommen werden, damit eine jährliche Anpassung erfolgen könne. Auch wenn man eine Erhöhung von 1,6 Prozent plus einer Einmalzahlung von 40 Euro beschließen wolle, müsse das Gesetz geändert werden, hielt Blecha fest. Deshalb könne man gleich die geforderten 1,9 Prozent festschreiben. Für Bezieher von Kleinstpensionen müsse die Anpassung noch weiter gehen, da diese noch stärker von der Teuerung betroffen seien, konstatierte Blecha. "Kleine Pensionen müssen um 2,2 Prozent angehoben werden", sagte Blecha. Überdies müsse der der Ausgleichzulagenrichtsatz angehoben werden.

Auch zum Thema Pflege habe der Pensionistenverband eindeutig Stellung bezogen, betonte der Präsident des PVÖ. Einerseits sei man für stationäre Pflege so viel als nötig und für Pflege zu Hause so viel als möglich. Um die Pflege zu Hause zu ermöglichen müssten einerseits die pflegenden Angehörigen entlastet werden und andererseits sei ein neues Berufsbild für die 24-Stunden-Pflege nötig. Nicht in allen Fällen sei diplomiertes medizinisches Personal vonnöten, manche Tätigkeiten könnten auch von weniger qualifiziertem Personal übernommen werden. Dieser neue Beschäftigungstypus müsse dann sowohl für inländische und ausländische Pflegekräfte gelten. (Schluss) sw

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