AK: Kein Aus für Kontoüberziehung, aber durch mehr Info Entschärfung der Schuldenfalle

Arbeiterkammer fordert daher mehr und bessere Informationen für Konsumenten

Wien (OTS) - "Viele Konsumenten brauchen einen kurzfristigen Bewegungsspielraum am Konto", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz. Daher muss die Möglichkeit des Kontoüberziehens bestehen bleiben, fordert die AK. Allerdings warnt die AK: Lange und hohe Überziehungen führen in die Schuldenfalle. Daher sollen in Zukunft bei längeren Überziehungen die Banken einen Kredit anbieten müssen und grundsätzlich besser über die Überziehungskosten informieren müssen. Das muss die EU-Richtlinie vorrangig bringen.

Die AK will, dass BankkundInnen weiterhin bei Bedarf ihr Konto überziehen können, die AK will aber verhindern, dass das Überziehen in die Schuldenfalle führt. Daher fordert die AK mehr und bessere Informationen als Schutz für die Konsumenten. "Die Banken müssen dann die Konsumenten verpflichtend und regelmäßig bei Kontoüberziehung viel besser über die Höhe der Überziehungszinsen und des Überziehungsrahmens informieren", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz, "das bringt auch mehr Schutz vor Überschuldung." Denn die Zinsen für den Kontoüberzug haben’s in sich.: Sie liegen zwischen acht und zwölf Prozent innerhalb des Überziehungsrahmens. Wird über den Rahmen überzogen, kommen zusätzlich noch fünf Prozent dazu. Daher fordert die AK, dass die Banken bei längeren Kontoüberziehungen verpflichtet werden sollen, den Konsumenten einen in der Regel günstigeren Kredit anzubieten. "Wir glauben, wenn die Konsumenten schwarz auf weiß sehen, wie unglaublich teuer eine Kontoüberziehung kommt und wie viel die Banken damit verdienen, wird kaum mehr jemand leichtfertig und langfristig sein Konto überziehen", sagt Glatz.

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