Weibliche Genitalverstümmelung hat keine muslimischen Wurzeln

SP-Bayr begrüßt Entscheidung des Großmuftis im Kampf gegen FGM

Wien (SK) - Petra Bayr, entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, begrüßt die Ergebnisse der Konferenz zu weiblicher Genitalverstümmelung, die letzte Woche in Kairo stattgefunden hat. Nach zweitägiger Beratung wurde eine Ächtung der Female Genital Mutilation (FGM) durch den Großmufti von Al Azhar ausgesprochen. "Für den Kampf gegen FGM ist die Ächtung durch den Großmufti ein ungemein wichtiger Beitrag", so Petra Bayr, "um eindeutig festzulegen, dass der Islam FGM nicht fordert!" ****

Damit sind nun klar und eindeutig alle Weltreligionen gegen die brutale Form der Verstümmelung von Frauen, der jährlich rund zwei Millionen Mädchen und Frauen weltweit zum Opfer fallen. Immer wieder gab es im Zusammenhang mit FGM auch Berufung auf religiöse Zugehörigkeit - das Gerücht, der Islam würde dies sogar fordern, hielt sich hartnäckig. "Mit dieser prominenten Entscheidung ist damit ein für alle Mal Schluss!", so Bayr, die betont, wie wichtig es ist, religiöse Führer dafür zu gewinnen, sich gegen FGM auszusprechen.

"Jetzt ist es dringliche Aufgabe, alle gläubigen Muslime von dieser Entscheidung in Kenntnis zu setzen", so Bayr, "damit möglichst viele Mädchen davor bewahrt werden können, verstümmelt zu werden!"

Mehr Informationen zum Thema im Internet unter www.stopFGM.net.

(Schluss) ah/mm

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