AK fordert Versorgungssicherheit für Postkunden - Stopp für Schließungen und Demontagen

Wien (OTS) - Als weiteren Anschlag auf die Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen kritisiert die Arbeiterkammer die Nacht und Nebel Aktion der Post, in der 2.800 Briefkästen in Österreich abmontiert wurden. "Nach den Postämterschließungen am Land werden nun also auch die Postdienste in den Städten verschlechtert", kritisiert Agnes Streissler, Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik der AK, "offenbar schauen in der Post AG alle nur mehr auf die Dividenden, während die Versorgung der Bevölkerung zu kurz kommt."

Für die AK war klar, dass durch den Börsegang der Post der Druck zu Rationalisierungsmaßnahmen automatisch steigen musste. Weder das Postgesetz noch die Universaldienstverordnung bieten wirksamen Schutz vor diesen Verschlechterungen. "Die Briefpost gehört zu den wesentlichen Grunddienstleistungen des täglichen Lebens -Verschlechterungen betreffen in aller Regel die Schwächeren der Gesellschaft," sagt Streissler, "nämlich die Konsumentinnen und Konsumenten, die weder über eine Büroinfrastruktur noch über elektronische Kommunikationsmittel verfügen." Man könne sich ausrechnen, dass bei einer Rentabilitätsgrenze von zehn Briefen pro Tag und Briefkasten in Wien mehr als 6.000, österreichweit bis zu 20.000 Menschen von dieser Postkasten-Demontage betroffen sind. Statt weiterer Angriffe auf die Versorgung der Bevölkerung mit Postleistungen fordert die AK:

  • Schluss mit weiteren Schließungen von Postämtern und Demontagen von Briefkästen
  • die Regierung muss ihre politische Verantwortung wahrnehmen und eine flächendeckende Versorgung mit qualitativen Postleistungen sicherstellen
  • eine Novellierung des Postgesetzes, das faire Rahmenbedingungen und damit fairen Wettbewerb für alle Anbieter schafft.

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