- 27.11.2006, 11:02:47
- /
- OTS0089 OTW0089
Mölzer: Papst darf keine Rückzieher machen!
Kuschelkurs mit Ankara würde der Re-Evangelisierung Europas schlechten Dienst erweisen
Wien (OTS) - Papst Benedikt XVI. dürfe vor dem Beginn seines
Türkeibesuchs keinen Rückzieher von den mutigen und klaren Aussagen
in seiner Regensburger Vorlesung machen, sagte der freiheitliche
EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Wenn bei Massenkundgebungen in der
islamischen Welt, deren Teil die Türkei ist, Christen pauschal als
'Ungläubige' oder 'Kreuzfahrer' verunglimpft werden und wenn im
islamischen Anatolien Menschen vor Gericht gestellt werden, nur weil
sie zum Christentum konvertieren, dann zeigt das, wie notwendig eine
kompromißlose Haltung gegenüber Ankara ist", betonte Mölzer.
Sollte der Vatikan in der jetzigen Lage auf einen Kuschelkurs mit der
Türkei wie mit dem Islam insgesamt umschwenken, so würde dies der
Re-Evangelisierung Europas einen schlechten Dienst erweisen, meinte
der freiheitliche EU-Mandatar. Denn gerade in einer Zeit, in der die
Massenzuwanderung, gepaart mit einem aggressiven Missionierungsislam,
Europas Antlitz zu verändern drohte, müßte das geistig-kulturelle
Fundament des Kontinents, wozu in besonderer Weise auch das
Christentum zähle, wieder freigelegt werden, unterstrich Mölzer.
Außerdem forderte der freiheitliche Europaparlamentarier, daß sich im
Vatikan die Kräfte der Anpassung nicht durchsetzen dürften. "Wenn nun
auch im Vatikan maßgebliche Köpfe wie Kardinalstaatssekretär Tarcisio
Bertone hoffen, daß die Türkei die Bedingungen für einen EU-Beitritt
erfüllt, dann wird damit weder Europa noch der Kirche ein guter
Dienst erwiesen. Denn Ankara beweist mit der Diskriminierung seiner
religiösen Minderheiten täglich, was es von den europäischen Werten
und vom Christentum hält", sagte Mölzer abschließend.
Rückfragehinweis:
Dr. Bernhard Tomaschitz
Tel.: 0664/17 65 433
redaktion@zurzeit.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NFP






