Mölzer: Papst darf keine Rückzieher machen!

Kuschelkurs mit Ankara würde der Re-Evangelisierung Europas schlechten Dienst erweisen

Wien (OTS) - Papst Benedikt XVI. dürfe vor dem Beginn seines Türkeibesuchs keinen Rückzieher von den mutigen und klaren Aussagen in seiner Regensburger Vorlesung machen, sagte der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Wenn bei Massenkundgebungen in der islamischen Welt, deren Teil die Türkei ist, Christen pauschal als 'Ungläubige' oder 'Kreuzfahrer' verunglimpft werden und wenn im islamischen Anatolien Menschen vor Gericht gestellt werden, nur weil sie zum Christentum konvertieren, dann zeigt das, wie notwendig eine kompromißlose Haltung gegenüber Ankara ist", betonte Mölzer.

Sollte der Vatikan in der jetzigen Lage auf einen Kuschelkurs mit der Türkei wie mit dem Islam insgesamt umschwenken, so würde dies der Re-Evangelisierung Europas einen schlechten Dienst erweisen, meinte der freiheitliche EU-Mandatar. Denn gerade in einer Zeit, in der die Massenzuwanderung, gepaart mit einem aggressiven Missionierungsislam, Europas Antlitz zu verändern drohte, müßte das geistig-kulturelle Fundament des Kontinents, wozu in besonderer Weise auch das Christentum zähle, wieder freigelegt werden, unterstrich Mölzer.

Außerdem forderte der freiheitliche Europaparlamentarier, daß sich im Vatikan die Kräfte der Anpassung nicht durchsetzen dürften. "Wenn nun auch im Vatikan maßgebliche Köpfe wie Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone hoffen, daß die Türkei die Bedingungen für einen EU-Beitritt erfüllt, dann wird damit weder Europa noch der Kirche ein guter Dienst erwiesen. Denn Ankara beweist mit der Diskriminierung seiner religiösen Minderheiten täglich, was es von den europäischen Werten und vom Christentum hält", sagte Mölzer abschließend.

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