ARBÖ lehnt Einführung einer PKW-Maut strikt ab

Wien (OTS) - Der ARBÖ lehnt mit Vehemenz alle neuerlichen Spekulationen ab, in Österreich eine fahrleistungsabhängige Pkw-Maut auf Autobahnen einzuführen. ARBÖ-Präsident KR Dr. Heinz Hofer: "In den vergangenen sechs Jahren wurden Österreichs Autofahrer und Autofahrerinnen in einer noch nie da gewesenen Weise finanziell belastet. Seit 2000 haben sie 67,3 Mrd. Euro an automotiven Steuern und Abgaben gezahlt. Davon wurden aber nur 13,7 Mrd. Euro für den Erhalt und den Ausbau von Straßen ausgegeben. Der große Rest von 53,6 Mrd. Euro wanderte in das allgemeine Budget."

Allein wegen der ständig steigenden Spritpreise sind dem Finanzminister allein im letzten Jahr zusätzlich 214 Millionen Euro in Form der Mehrwertsteuer buchstäblich in den Schoß gefallen. Eine weitere Belastung der Kraftfahrer ist unzumutbar.

Der ARBÖ erinnert daran, dass laut der amtlichen Wegekostenrechnung die PKW-Fahrer 142 Prozent aller Infrastruktur-und Erhaltungskosten abdecken, während der LKW-Verkehr seine Kosten nur zu 35 Prozent bezahlt; obwohl LKW die Straßen 60.000 mal stärker belasten als PKW. Trotz Einführung der Lkw-Maut gibt es weiterhin eine Quersubventionierung des Schwerverkehrs durch die privaten Kraftfahrer.

Der Individualverkehr ist unverzichtbar, die freie Wahl des Verkehrsmittels für Berufsfahrten und in der Freizeit ist zu gewährleisten. Die Fahrt zur Arbeitsstätte darf den Pendlern nicht durch unfaire Belastungen unmöglich gemacht werden, bekräftigt der ARBÖ-Präsident.

Als Interessensvertretung der Kraftfahrer dieses Landes weist der ARBÖ alle Planspiele zur Einführung von weiteren Belastungen entschieden zurück.

Es darf auch nicht übersehen werden, dass in den letzten fünf Jahren exorbitante Erhöhungen bei der motorbezogenen Versicherungssteuer, der Mineralölsteuer und der Mautvignette eingetreten sind.

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