• 27.11.2006, 10:24:47
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FPÖ: Umweltbewusstsein als Momentaufnahme

Hofer: "Umweltpreis-Gala statt Initialzündung nur Kulisse politischer Untätigkeit."

Wien (OTS) - So gerechtfertigt die Anliegen, so fadenscheinig die
Mittel. In der unseligen Tradition der Aktionstage - ob gegen Gewalt
an Frauen, ob "Tag des Wassers" oder "Tag des Waldes" - deren
plakative Inszenierung Politiker als Alibi benutzen, um sich in
weiterer Folge aus ihrer Verantwortung zu stehlen, wurde in Wels der
"Energy Globe 2006" vergeben.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Ing. Norbert Hofer: "Die prämierten Projekte
wie eine Molke-Biogasanlage sind zukunftsweisend. Es nützt allerdings
wenig, im Jahresrhythmus Preise zu vergeben, wenn die ausgezeichneten
Initiativen dann nicht weiter gefördert werden, ihre Realisierung im
Interesse marktbestimmender Konzerne oftmals sogar behindert wird."

Hier sind, so die FPÖ, besonders die an den großkoalitionären
Verbrüderungstisch zurückgekehrten Verhandler von SPÖ und ÖVP
gefordert, dafür Sorge zu tragen, dass, im Sinne der schrittweise
auszubauenden Energie-Unabhängigkeit Österreichs, die in medialem
Aktionismus gefeierten Projekte in seriöse Langzeitkonzepte
einfließen.

Hofer: "Denn die unter tätiger Mithilfe von Umweltminister Pröll
entfaltete Realität sieht weniger erfreulich aus, als die
vorweihnachtlich drapierten Gruppenphotos anläßlich der
Umweltpreisvergabe glauben machen. So liegt der prozentuelle Anstieg
von klimarelevanten Kohlendioxid-Emissionen in Österreich bereits
über jenem des Kyoto-Verweigerers und Oberklimasünders USA."

Von einem haarsträubenden Anti-Ökostromgesetz flankiert, muss sich
dieser Irrweg aus nachvollziehbaren Gründen als Sackgasse erweisen.
Experten rechnen uns bereits vor, dass die heute nicht getätigten
Investitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien, der erhöhten
Energieeffizienz und der Produktionssenkung besonders
emissionsintensiver Güter binnen weniger Jahrzehnte zu
Umweltreparaturkosten in zehn- bis hundertfacher Höhe führen werden.

Dabei sollte keinesfalls nur die berechtigte Angst vor häufiger und
dazu massiv intensiviert auftretenden Extremwetterereignissen den
politischen Tatendrang beflügeln. Auch der Abhängigkeit Österreichs
vom Import fossiler Energieträger, empfindlich teuren, weil zur Neige
gehenden Ölreserven und der unverantwortlichen Hochrisikotechnologie
der Atomkraft kann begegnen, der dies auch ernsthaft will.

Norbert Hofer: "Rohstoffe, fachliches Wissen und technische
Möglichkeiten sind vorhanden, um Österreich binnen einer Generation
völlig energie-autonom zu machen. Geschieht dies nicht einmal
ansatzweise, fehlt offenkundig noch immer der politische Wille, dem
ökologisch-ökonomischen Kardinalgebot zu folgen."

Rückfragehinweis:
FPÖ - Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
+43-664-4401629, karl-heinz.gruensteidl@fpoe.at

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