Gesundheitswesen: Rohdiamanten erhalten einen neuen Schliff

Eine Initiative in 13 österreichischen Gesundheitseinrichtungen zeigt neue Chancen bei berufsgruppenübergreifender Zusammenarbeit

Wien (OTS) - Fragt man Beschäftigte im Gesundheitswesen über ihre Arbeitszufriedenheit, so sind 80 Prozent sehr zufrieden, sehen jedoch Nachholbedarf in organisatorischen Belangen und bei der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Berufsgruppen.

Das Wiener Institut Human Health Design hat in 13 österreichischen Gesundheitseinrichtungen (Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen) eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt und die Ergebnisse sowie die darauf aufbauenden Maßnahmen anhand des Beispiels der "Elisabethinen Klagenfurt" in der Ärztekammer für Kärnten präsentiert.

Mag. Robert Bautzmann, Institut Human Health Design: "Es hat sich eindeutig gezeigt, dass die Zusammenarbeit der Berufsgruppen und das Arbeitsklima für die Arbeitszufriedenheit bestimmend ist, was in weiterer Folge die Leistungsfähigkeit jedes Einzelnen erhöht." In den untersuchten Häusern konnte das Institut Impulse zur Förderung der Zusammenarbeit der Berufsgruppen setzen. In 80 % der Häuser die sich an der Initiative beteiligen, wurde das Thema erstmals aktiv aufgegriffen und die berufsübergreifende Zusammenarbeit verstärkt. Die positiven Ergebnisse sind u.a. Effizienzsteigerung durch das intensivere Kennenlernen der jeweils anderen Disziplinen, Entwicklung von Standards uvm. Bautzmann: "Unser Konzept sieht einen Austausch über die Bundesländergrenzen hinweg vor, wir haben ähnliche Abteilungen aller 13 Häuser berufsgruppenübergreifend verknüpft."

Mag. Alexandra Bautzmann: "Es hat sich rasch gezeigt, dass die Projektteams in den Gesundheitseinrichtungen eine intensive Kommunikation "nach oben" zur kollegialen Führung bzw. zum Träger pflegen mussten. Nach anfänglicher Skepsis der Träger steigt jetzt die Akzeptanz. Ursprünglichen lautete das Argument "wenig Zeit", das war aber sehr bald kein Thema mehr. Diese Haltung war sehr typisch für alle beteiligten Häuser."

Dr. Boris Fugger, Ärztekammer Kärnten: "Im Bereich Spitalsärzte besteht in jeder Richtung Nachholbedarf das Thema "Schnittstellenordination" ist in fast allen Bundesländern zu finden. Ziel ist es, die Aufnahmen adäquat zu managen v.a. aber die Entlassungen entsprechend zu organisieren."

Das Institut Human Health Design arbeitet im Rahmen des geförderten EU-Programms "Gesundes Gesundheitswesen" in Kooperation mit 20 Partnerorganisationen.

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Mag. Robert Bautzmann, Mag. Alexandra Bautzmann
Human Health Design -
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