Kulturpreisgala des Landes Niederösterreich 2006

Pröll: Ohne Werte der Kultur ist eine Gesellschaft wertlos

St. Pölten (OTS) - Ohne Werte der Kultur sei eine Gesellschaft wertlos, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, 24. November, bei der Kulturpreisgala 2006 des Landes Niederösterreich in St. Pölten, bei der sechs Würdigungs- und elf Anerkennungspreise in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Architektur, Medienkunst, Musik sowie Volkskultur und Kulturinitiativen überreicht wurden. Die kulturpolitische Philosophie des Landes verfolge das Ziel, Arbeit für viele und Werte für alle zu schaffen. Wo in Kultur investiert werde, werde Arbeit für viele Menschen geschaffen, dem Tourismus eine Chance und den Regionen eine Perspektive der Weiterentwicklung gegeben.

Unter den Werten, die gepflegt und geschützt werden müssten, hob der Landeshauptmann insbesondere individuelle Kreativität, gesellschaftliche Toleranz und Weltoffenheit hervor. Aus der Kreativität des einzelnen entstehe Fortschritt für alle: Jeder Künstler sorge für Inspiration, die zum Nachdenken anrege, für Illusion, die unsere Phantasie beflügle und für Imagination, die den Blick weite und öffne. Wer kreativ sei, denke nach, und wer nachdenke, komme vorwärts.

Zum Wert der gesellschaftlichen Toleranz führte Pröll aus, Kultur sei auch eine Gratwanderung für die Gesellschaft - durch Kritik, Provokation und das Setzen neuer Maßstäbe. Die Freiheit der Kunst liege ihm besonders am Herzen, es dürfe nicht sein, dass der Feder, dem Pinsel oder dem Taktstock diktiert werde. Es gehe darum, nicht Fesseln anzulegen, sondern zu beflügeln, nicht zu behindern, sondern zu bestärken, nicht zu demütigen, sondern zu motivieren und nicht zu ignorieren, sondern zu tolerieren.

Zum dritten mache Kunst weltoffen: Die Welt um uns werde immer größer, gleichzeitig aber auch unübersichtlicher. Gleichmacherei und Regulierung seien darauf die falsche Antwort, denn wenn alles gleich sei, sei nichts mehr echt. Künstler verdienten nicht zuletzt deshalb vollsten Respekt, weil sie sich ihrer Fesseln entledigen und keine Grenzen auferlegen lassen. Auf Grund des ihnen eigenen Sensoriums seien sie der Zeit voraus und damit ein Licht auf einem Weg, den niemand vorausahnen könne, so der Landeshauptmann abschließend.

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