Sozialistische Jugend Wien: Gewalt gegen Frauen beim Namen nennen!

SJ veranstaltet bundesweite Aktionstage gegen Gewalt an Frauen

Wien (SPW) - Die Sozialistische Jugend Wien (SJ Wien) veranstaltet morgen Samstag anlässlich des Tages gegen Gewalt an Frauen von 12.30 bis 15 Uhr eine Straßenaktion in Kagran vor dem Donauzentrum. Unter dem Motto "Gewalt gegen Frauen beim Namen nennen!" werden AktivistInnen der SJ Zeitungsausschnitte, in denen es um Gewalt an Frauen geht, präsentieren. Die meiste Gewalt gegen Frauen passiert in der eigenen Famlie, der Ehe oder der PartnerInnenschaft: Jede fünfte in einer Beziehung lebende Frau in Österreich wird Opfer von Gewalt. In Zeitungen wird dann meistens von "Familien- oder Beziehungsdramen" gesprochen oder werden Amok-Läufe als "Eifersuchtstaten" dargestellt. Einig ist sich die Sozialistische Jugend, dass die Dinge beim Namen genannt werden müssen: Was hier passiert ist Gewalt. Von Männern. An Frauen.****

Flora Alvarado-Dupuy, Frauensprecherin der SJ-Wien, betont, dass Gewalt gegen Frauen ihre Wurzel tief in unserer Gesellschaft hat:
"Gewalt an Frauen ist das Ergebnis von ungleicher Verteilung von Macht, Ressourcen und Einfluss. Wer Gewalt gegen Frauen beseitigen will, muss diese strukturelle Diskriminierung von Frauen in unserer Gesellschaft beseitigen." Sandra Breiteneder, Vorsitzende der SJ-Wien, erklärt, dass Gewalt nicht erst beim Zuschlagen beginnt:
"Gewalt beginnt bereits bei sexistischen Witzen oder sexueller Belästigung. Sie gipfelt in Psychoterror, Vergewaltigung oder Mord. Gewalt ist die direkteste Form der Herrschaftsausübung von Männern über Frauen."

Alvarado-Dupuy und Breiteneder fordern von der amtierenden und auch von der zukünftigen Frauenministerin konkrete Kampagnen gegen Gewalt an Frauen, um Frauen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Um das Problem tatsächlich bekämpfen zu können, muss Gewalt gegen Frauen aus dem Graubereich des "Privaten" in die Öffentlichkeit geholt werden. Dazu gehören, so Breiteneder und Alvarado-Dupuy, eine stärkere Sensibilität der Medien in Bezug auf das Thema als auch der Ausbau und die finanzielle Absicherung von Frauenhäusern, Beratungs- und Interventionsstellen. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SJ-Wien
Stefan Schmid
Tel.: 0699 1 713 9 713
e-mail: office@sj-wien.at
www.sj-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DSW0002