Kranzl zum Internationalen Tag der Beseitigung von Gewalt gegen Frauen!

Jede fünfte bis zehnte Frau in Österreich ist mit Gewalt in der Familie konfrontiert

St. Pölten (SPI) - Der 25. November ist seit 1999 - von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen - der Internationale Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Dieser soll dazu genutzt werden, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die gesellschaftliche Unterdrückung von Frauen zu lenken. "Über 350.000 Frauen (11,9%) werden jährlich in Österreich Opfer von Gewalt in der Paarbeziehung. 75% der misshandelten Frauen nehmen in den Bereichen Unfallchirurgie, Gynäkologie, Geburtshilfe, Psychosomatik und Psychiatrie Hilfe bei Ärzten in Anspruch", so Sozial-Landesrätin Christa Kranzl zu den erschreckenden Zahlen.****

Gewalt gegen Frauen aber auch Kinder ist ein sehr ernstes gesellschaftliches Problem, wodurch auch Akut- und Langzeitfolgen von misshandelten Kindern ein gesundheitspolitisches Problem darstellen. "Genau aus diesem Grund startete ich in Niederösterreich ein Projekt, das die engere Kooperation zwischen Schule und Jugendwohlfahrt fördert. Über 124.000 Kinder und Jugendliche besuchen NÖ Pflichtschulen und PädagogInnen sind daher oft die ersten Personen die Verletzungen bei SchülerInnen wie (Prellungen, Hämatome, Knochenbrüche) oder sonstige Auswirkungen wie Depressionen, Essstörungen, Angstzustände usw. erkennen können. Eine dazu von Fachleuten erstellte Broschüre (Leitfaden) die an jede Schule in NÖ versandt wurde, soll so den handelnden Personen eine Hilfestellung in gegebenen Problemfällen sein", so Sozial-Landesrätin Kranzl.
Die Arten von Gewalt gegen Frauen sind sehr vielschichtig:
Einschüchterung, Frauenhandel mit Prostitution, sexueller Missbrauch am Arbeitsplatz, Verstümmelungen der weiblichen Geschlechtsorgane, Schwangerschaftsabbrüche und vieles mehr. Diesen muss endlich der Kampf angesagt werden. Auch Österreich ist keine Insel der Seeligen, jährlich werden über 350.000 Frauen Opfer von Gewalt in der eigenen Partnerschaft. In unserem Nachbarstaat Deutschland wurde jede 7. Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer einer sexuellen Nötigung. In Frankreich werden laut Schätzungen rund vier Millionen Frauen jährlich vergewaltigt und geschlagen. In der Schweiz leidet jede fünfte Frau unter der psychischen oder sexuellen Gewalt durch ihren Intimpartner. "Mit diesen Statistiken wird sehr deutlich darauf aufmerksam gemacht, dass für Abermillionen Frauen der gefährlichste Ort der Gewalt die eigene Familie ist", so Kranzl empört.

"Häusliche Gewalt gegen Frauen wird auch heute noch vielfach ignoriert, als persönliches und privates Problem und unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt. Gewalt gegen Mädchen und Frauen stellt nach wie vor weltweit die häufigste Verletzung der Menschenrechte dar. Das Recht der Frau, des Mädchens, gewaltfrei leben zu dürfen und können ist integraler Bestandteil der Menschenrechtserklärung. Gewalt gegen Frauen/Mädchen darf in der heutigen Zeit nicht mehr grauer Alltag sein. Beratungsstellen und frauenspezifische Einrichtungen können in Niederösterreich jederzeit, kostenlos und anonym in Anspruch genommen werden", so Sozial-Landesrätin Christa Kranzl abschließend. (Schluss) as

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Alois Schroll
Pressereferent LR Christa Kranzl
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