APA-OTS-Politikportalanalyse: Koalitionspoker geht weiter

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich ein Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (17. bis 23. November 2006) schafft es Bundeskanzler Wolfgang Schüssel auf Rang eins. SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer belegt den zweiten Platz, gefolgt von Finanzminister Karl-Heinz Grasser auf dem dritten Platz.

In dieser Woche dreht sich in den österreichischen Medien alles um die Verhandlungsfortsetzung von rot-schwarz. Die ÖVP hat nach der Fristsetzung von Gusenbauer wieder in einen Koalitionskurs eingelenkt. Nach einem Vieraugengespräch von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer und ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel stand fest, die Koalitionsgespräche werden fortgesetzt. Ein Konsens wurde schon vorab der ersten Verhandlungsrunde erreicht. In der Nationalrats-Sondersitzung zu den Pensionen fanden SPÖ und ÖVP eine gemeinsame Linie. Die fünf Tage später gestarteten sechsstündigen Koalitionsgespräche waren für beiden Seiten zufrieden stellend. Ein erstellter Zeitplan soll das straffe Fortsetzen der Verhandlungen möglich machen.

Die aktuelle Koalitionsthematik spiegelt sich im Politikerranking durch die große mediale Resonanz der derzeit wichtigsten drei Protagonisten wieder. Die beiden Granden Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (Rang eins, 1361 Nennungen) und SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer (Rang zwei, 954 Nennungen) finden sich diese Woche erneut an der Spitze des Rankings wieder. Schüssel verstärkte seine Präsenz in den Medien zudem aufgrund seines Treffens mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Das Gespräch hätte die angespannte Atmosphäre zwischen blau und schwarz wieder etwas gelockert, denn Schüssel "halte nichts von Ausgrenzen".

Auf Rang drei folgt mit 487 Nennungen Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Die Diskussionen und Spekulationen rund um die schwarz-rote Postenverteilung und das Ressort Finanzen rückte Grasser in den Brennpunkt der Medien. Der Minister steht weiters mit weiteren Polit-Größen im Rampenlicht des Eurofighter- und Bankenuntersuchungsausschuss.

Unter den ersten Fünf des Rankings sind diese Woche weiters FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (Rang vier, 416 Nennungen, Topthemen: Treffen mit Schüssel, Ablehnen einer blau-schwarz-orangen Koalition) sowie Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (Rang fünf, 248 Nennungen, Ortstafelaustausch in Schwabegg, Eurofigher U-Ausschuss).

In das Top-30 Politikerranking sind unter anderem neu eingestiegen: Kärntens Naturschutzlandesrat Uwe Scheuch (Rang 13, 102 Nennungen, Umbesetzung des Naturschutzbeirat), der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zur Finanzmarktaufsicht Martin Graf (Rang 15, 98 Nennungen, Banken U-Ausschuss), Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa (Rang 21, 80 Nennungen, fortgesetzte Koalitionsgespäche, Projekt Schischaukel Kals-Matrei), FPÖ Interims-Volksanwalt Hilmar Kabas (Rang 25, 77 Nennungen) und Steiermarks Landeshauptmann Franz Voves (Rang 27, 75 Nennungen).

Die ÖVP stellt in dieser Woche elf PolitikerInnen im Top-30 Ranking. Die SPÖ positioniert sich mit sechs VertreterInnen, gefolgt vom BZÖ mit fünf Akteuren. Die FPÖ ist mit drei und die Grünen sind mit zwei Vertretern präsent. Weiters finden sich im Ranking: die parteilosen Politiker Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Bundespräsident Heinz Fischer und sowie WK-Präsident Christoph Leitl (Rang 14, 99 Nennungen).

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

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