SJÖ: Gewalt gegen Frauen beim Namen nennen!

SJÖ veranstaltet gemeinsam mit SPÖ-Europaparlamentsabgeordneten Herbert Bösch Medienaktion zum Tag gegen Gewalt an Frauen

Wien (SK) - Die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) veranstaltete heute vormittag anlässlich des bevorstehenden internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen eine Medienaktion in Wien. Unter dem Motto "Gewalt gegen Frauen beim Namen nennen!" präsentierten AktivistInnen von SJÖ Zeitungsausschnitte, in denen es um Gewalt an Frauen geht. Prominente Unterstützung erhielt die SJÖ dabei vom des SPÖ-Europaparlamentsabgeordneten Herbert Bösch. Die SJÖ wird zusätzlich auch am Samstag einen bundesweitn Aktionstag veranstalten. ****

Die meiste Gewalt gegen Frauen passiert in der eigenen Familie, der Ehe oder der PartnerInnenschaft: Jede fünfte in einer Beziehung lebende Frau in Österreich wird Opfer von Gewalt. Zeitungen reden dann meistens von
"Familien- oder Beziehungsdramen" oder stellen Amokläufe als "Eifersuchtstaten" dar. Einig ist sich die Sozialistische Jugend, dass die Dinge beim Namen genannt werden müssen: Was hier passiert ist Gewalt. Von Männern. An Frauen.

Stefanie Vasold, Frauensprecherin der SJÖ, betont, dass Gewalt gegen Frauen ihre Wurzel tief in unserer Gesellschaft hat: "Gewalt an Frauen ist das Ergebnis von ungleicher Verteilung von Macht, Ressourcen und Einfluss.
Wer Gewalt gegen Frauen beseitigen will, muss diese strukturelle Diskriminierung von Frauen in unserer Gesellschaft beseitigen."

Torsten Engelage, Vorsitzender der SJÖ, erklärt, dass Gewalt nicht erst beim Zuschlagen beginnt: "Gewalt beginnt bereits bei sexistischen Witzen oder sexueller Belästigung. Sie gipfelt in Psychoterror, Vergewaltigung oder Mord. Gewalt ist die direkteste Form der Herrschaftsausübung von Männern über Frauen."

Vasold und Engelage fordern von der amtierenden und auch von der zukünftigen Frauenministerin konkrete Kampagnen gegen Gewalt an Frauen, um Frauen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Um das Problem tatsächlich bekämpfen zu können, muss Gewalt gegen Frauen aus dem Graubereich des "Privaten" in die Öffentlichkeit geholt werden. Dazu gehören, so Vasold und Engelage, eine stärkere Sensibilität der Medien in Bezug auf das Thema als auch der Ausbau und die finanzielle Absicherung von Frauenhäusern, Beratungs- und Interventionsstellen.

Ein Foto der Aktion gibt es im Pressebereich auf www.sjoe.at.

Rückfragehinweis: SJÖ, Wolfdietrich Hansen, 01/523 41 23 oder 0699/19 15 48 04

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