Grüne Wien: Die schwächsten Kinder brauchen die besten Schulformen

Jerusalem: "Arbeit der HortpädagogInnen ist wertzuschätzen"

Wien (OTS) - "Ich entschuldige mich herzlich gerne bei allen HortpädagogInnen, die sich durch meine Wortmeldung gekränkt fühlen", stellt Gemeinderätin Susanne Jerusalem fest. Keineswegs wolle sie das Engagement oder die Arbeit der HortpädagogInnen in irgendeiner Weise in Frage stellen.

"Mir geht es um die Chancengerechtigkeit für sozioökonomisch benachteiligte SchülerInnen, zu denen auch viele Kinder mit Migrationshintergrund zählen", so Jerusalem. Gerade zu Gunsten dieser Kinder sollten ganztägige Schulformen sicherstellen, dass systematisch daran gearbeitet werde, dass die schulische Benachteiligung auf Grund der familiären Herkunft bekämpft werde. "Benachteiligte Kinder brauchen mehr Förderung als das jetzt der Fall ist", hält Jerusalem fest. Gerade diese Kinder sollten daher in den Genuss der besten ganztägigen Schulform kommen, aus pädagogischer Sicht sei dies die ganztägige verschränkte Form von Lernen und Freizeit. "Kinder, die zu Hause niemanden haben, der ihnen helfen kann, brauchen die besten Schulen", so Jerusalem.

Es sei daher bedauerlich, dass bei der Anmeldung für eine ganztägige Schule zuerst geschaut werde, ob beide Eltern berufstätig seien, denn das treffe auf arbeitslose Eltern und auf viele Migrantinnen nicht zu. Jerusalem fordert daher, dass die sozioökonomische Benachteiligung ein ebenso triftiger Grund für die Aufnahme in eine ganztägige Schule sein soll. Die besten schulischen Angebote für Volksschulkinder können nicht für Berufstätige reserviert sein, "das ist Ungleichbehandlung und daher abzulehnen", so Jerusalem abschließend.

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