Krotsch: Starke Frauenpolitik gegen Gewalt!

Wien (SPW) - "Gewalt gegen Frauen geschieht in allen sozialen Schichten und nach Angaben von Amnesty International erfährt jede fünfte Frau in Österreich körperliche Gewalt in ihrem familiären Umfeld! In Wien wird der Gewaltschutz ernst genommen und ständig ausgebaut, um Frauen, die von Gewalt in der Familie bedroht oder betroffen sind, zu schützen und jenen, die Opfer von Gewalt wurden, die bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen", betonte die Frauensekretärin der SPÖ-Wien, Gemeinderätin Nicole Krotsch am Freitag anlässlich der 16 Tage gegen Gewalt vom 25. November bis 12. Dezember 2006.****

"In Wien wird Gewaltschutz seit jeher groß geschrieben, denn es ist die Aufgabe der Politik, alles zu unternehmen, um bedrohte Frauen und Kinder zu unterstützen. Die Stadt bietet bundesweit das dichteste Netz an Hilfs-, Beratungs- und Betreuungseinrichtungen für Gewaltopfer", stellte Krotsch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ-Wien fest. Vor allem die vier Frauenhäuser und die ambulante Beratungsstelle des Vereins Wiener Frauenhäuser seien unverzichtbare Bestandteile der städtischen Gewaltschutzarbeit. Aber auch Einrichtungen wie der 24-Stunden-Frauennotruf der Stadt Wien, Krisenzentren, zahlreiche Mädchen- und Frauenberatungsstellen sowie die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie würden einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Gewaltopfern leisten.

Schutz in den Frauenhäusern

Wien sei auch das einzige Bundesland, in dem die Frauenhäuser zur Gänze subventioniert werden. Krotsch: "Um diese Hilfe für Frauen auszubauen, investiert die Stadt ab heuer in den Ausbau von Nachbetreuungswohnungen. Konkret soll bis 2010 die Zahl der bestehenden 25 auf 50 Wohnungen verdoppelt werden." Außerdem erfülle Wien die Empfehlung des Ausschusses für die Rechte der Frau des Europäischen Parlaments, nach der pro 10.000 Einwohner ein Krisenplatz vorzusehen ist. "Im Vorjahr fanden fast 600 Frauen und mehr als 500 Kinder in den Frauenhäusern Zuflucht. Die Gewaltschutzeinrichtungen haben steigende Zulaufzahlen und das zeigt, dass von Gewalt betroffene Frauen immer weniger bereit sind, Gewalt still zu erdulden und sich Hilfe suchen", stellte Krotsch fest. Auch der 24-Stunden Frauennotruf, eine europaweit einzigartige Kriseneinrichtung, sei eine wichtige Erstanlaufstelle für Frauen und Mädchen. Hier erhalten die Betroffenen rund um die Uhr kostenlos und anonym psychologische und rechtliche Beratung. Der Notruf werde jährlich rund 6.500 Mal kontaktiert.

"Umso schlimmer ist, dass viele Interventionsstellen vom Bund nicht ausreichend finanziell unterstützt werden. Daher können in Wien nicht alle Bezirke betreut werden. Eine ausreichende Dotierung der Interventionsstellen gegen Gewalt ist aber absolut notwendig! Denn Gewaltschutz darf keine Frage des Geldes sein. Jede Wienerin soll selbst bestimmt und gewaltfrei leben können!", forderte Krotsch mehr Unterstützung seitens des Bundes für den Gewaltschutz.

Wien hat Vorarbeit für Anti-Stalking-Gesetz geleistet

"Der Initiative von Frauenstadträtin Sonja Wehsely ist es zu verdanken, dass auch die Gewaltform des Stalkings ernst genommen wird! Mit dem Anti-Stalking-Gesetz wurde ein wichtiges gesellschaftspolitisches Zeichen gesetzt! Durch die Verankerung im Strafrecht wird deutlich gemacht, dass Stalking unter keinen Umständen akzeptiert wird und staatliche Sanktionen folgen", so Krotsch.

"Die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen sollen jedes Jahr aufs Neue bewusst machen, dass ein Leben ohne Gewalt für eine von vier Frauen in Europa noch immer nicht möglich ist. Umso wichtiger ist es zu erkennen, dass Opfer von Gewalt schnell und unbürokratisch Schutz und Hilfe erhalten müssen. Und dafür setzt sich die Wiener Frauenpolitik unermüdlich ein, denn Frauen in Wien sollen selbstbewusst, gewaltfrei und ohne Angst leben können", betonte Krotsch abschließend. (Schluss)

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