Hilfsbedürftige als Kunden - Hilfe als Ware?

Rotkreuz-Forschungsinstitut warnt vor "rentabler Verwertung" von Gesundheits- und Sozialleistungen - Buchpräsentation "Vom Wissen zum Können"

Wien (Rotes Kreuz) - Auch Hilfsorganisationen wie das Österreichische Rote Kreuz stehen vor der Herausforderung, mit seinen Dienstleistungen auf die veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen zu reagieren. Dabei warnt das aktuelle Buch "Vom Wissen zum Können" des Forschungsinstitutes des Wiener Roten Kreuzes vor einem rein "ökonomistischen Weltverständnis" im Gesundheitsbereich.

Der Sammelband, der sich mit den dringendsten sozialen Herausforderungen in Österreich beschäftigt, plädiert dafür, dass die Politik "als sinnvoll steuerndes Zentrum gesellschaftlicher Gestaltung" erhalten bleiben müsse. Die Autoren warnen vor rein privatwirtschaftlichen Strategien zur Lösung der Finanzierungsfragen in den sozialen Sicherungssystemen.

Bisher ungelöste Probleme und Herausforderungen des Wohlfahrtsstaates hätten vielfältige Ursachen, Lösungen müssten daher auch durch das Zusammenspiel verschiedenster Wissenschaftsbereiche gefunden werden. Auf eben diese Weise arbeitet das Forschungsinstitut des Wiener Roten Kreuzes nunmehr seit zehn Jahren. Im kontinuierlichen Dialog zwischen Theorie und Praxis werden entsprechend Lösungen zu aktuellen und zukünftigen sozialen Fragestellungen erarbeitet.

Das Österreichische Rote Kreuz lädt am kommenden Montag, den 27. November, zur Präsentation des Bandes "Vom Wissen zum Können" ein, der anlässlich des 10jährigen Bestehens des Forschungsinstitut herausgegeben wird.

Zeit: 27. November, 18.30 Uhr
Ort: Österreichisches Rotes Kreuz, Wiedner Hauptstraße 32, 1040 Wien

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