Martinz: SPÖ und BZÖ pfeifen auf Entwicklungshilfe

Kärnten liegt in Sachen Entwicklungszusammenarbeit an vorletzter Stelle. Mit ca. 60.000 Euro liegt das Land weit unter dem Bundesländerschnitt von mehr als 400.000 Euro.

Klagenfurt (OTS) - "Es liegt in der solidarischen Verantwortung jedes mit Wohlstand gesegneten Landes, sein Scherflein dazu beizutragen, dass helfende Hände über Staatsgrenzen hinaus reichen", sagt Josef Martinz, LR für Entwicklungszusammenarbeit (EZA), anlässlich der gestrigen Sitzung des Entwicklungspolitischen Beirates (EPB) der Kärntner Landesregierung. CO LAbg. Kaiser (SPÖ) spreche sich seit langem für die Mittelaufstockung aus. Angesichts des SPÖ/BZÖ Budgets für 2007 seien das nur Lippenbekenntnisse.

Seit der Neukonstituierung des Beirates durch LR Martinz 2004, fordert der EZA-Referent bei Budgetverhandlungen die Mittelaufstockung. Kärnten liege im Bundesländervergleich an beschämender vorletzter Stelle. "Sosehr ich die Unterstützung von Landsleuten in Not befürworte, darf jedoch die Armut in Kärnten nicht gegen die dramatischen Verhältnisse in der Dritten Welt ausgespielt werden", so Martinz. Dem Land stehen pro Jahr rund 60.000 Euro für Entwicklungshilfe zur Verfügung, gemäß des rot-orangen Budgetplans bis 2009 werden die Mittel jährlich noch um 5% gekürzt. Die Bundesländer investieren durchschnittlich 407.000 Euro pro Jahr in die EZA. Der EPB habe gestern beschlossen, eine Resolution an die BZÖ/SPÖ Budget-Verhandler sowie die orange-roten Polit-Mandatare des Landes zu richten, in der die Erhöhung der EZA Mittel Kärntens gefordert wird.

Bei der gestrigen Beiratssitzung wurde die Förderung von neun Projekten mit einer Gesamtfördersumme von 36.490 Euro beschlossen. Kernproblematik der Dritten Welt Länder sei Zugang zu Bildung, die der Schlüssel für Entwicklung ist. Dementsprechend sei die Mehrheit der unterstützten Projekte Bildungsprojekte, wie z.B. ein Alphabetisierungs- und Grundschulprojekt in Nicaragua oder Schulsubventionen in Tansania. Darüber hinaus unterstützt Kärnten die Situation von Frauen und Kindern und die meist sehr desolaten oder gar nicht vorhandenen Gesundheitssysteme der Entwicklungsländer, diesmal etwa in Äthiopien.

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