Fortsetzung der Verhandlungen zum BAGS-Kollektivvertrag

Forderung nach Reallohnzuwachs für die 70.000 Beschäftigten in Sozial- und Gesundheitsberufen

Wien (GPA-DJP/HGPD/ÖGB) - Die Verhandlungen zum BAGS-Kollektivvertrag (Berufsvereinigung von ArbeitgeberInnen für Gesundheits- und Sozialberufe) für die rund 70.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich gehen heute in die zweite Runde. Es sind schwierige Verhandlungen zu erwarten, nachdem die Positionen der Verhandlungspartner extrem weit auseinander liegen. Die Forderungsprogramme wurden am 30. Oktober bei konstruktiven Gesprächen ausgetauscht.++++

Mit der Satzung, die mit 1. Mai 2006 in Kraft trat, ist der BAGS-Kollektivvertrag nun einer der größte Kollektivverträge der GPA-DJP. Er gilt für Bereiche wie Behindertenbetreuung, Altenbetreuung, Kinder- und Jugendwohlfahrt. Im Kollektivvertrag wurden Regelungen für alle Berufe im Gesundheits-, Sozialbereich und Kinder- und Jungendwohlfahrtsbereich getroffen. Dazu zählen unter anderen HeimhelferInnen, Pflegeeltern, KindergärtnerInnen, Tagesmütter und -väter, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, diplomierte KrankenpflegerInnen, FachsozialbetreuerInnen, FlüchtlingsbetreuerInnen, Street WorkerInnen, AltenhelferInnen, PflegehelferInnen und Lern- und FreizeitbetreuerInnen. Zur Arbeitgebervereinigung zählen etwa 45.000 Beschäftigte. Durch die Satzung wurde der BAGS-Kollektivvertrag auch auf Betriebe ausgeweitet, die nicht Mitglieder der Arbeitgebervereinigung sind.

Die Gewerkschaften GPA-DJP (Privatangestellte, Druck, Journalismus, Papier) und HGPD (Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst) fordern für die Beschäftigten dieser für die Zukunft der gesamten Gesellschaft so wichtigen Beschäftigtengruppe einen Reallohnzuwachs und Verbesserungen im Rahmenrecht.

ÖGB, 24. November 2006 Nr. 778

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