Plassnik: "Letzten Teil des Balkan-Puzzles konstruktiv lösen"

Außenministerin trifft Kosovo-Sondergesandten Joachim Rücker

Wien (OTS) - "Die Statusgespräche unter Leitung von Martti Ahtisaari stehen zweifellos im Vordergrund des öffentlichen Interesses. Sie dürfen aber nicht unseren Blick auf die Bedürfnisse der Menschen im Kosovo verstellen. Wir müssen weiter konsequent an der Verbesserung der Lebensbedingungen für alle Bewohner des Kosovo arbeiten", sagte Außenministerin Ursula Plassnik heute in Wien nach ihrem Treffen mit dem Sondergesandten des UNO-Generalsekretärs und Leiters der Übergangsverwaltung im Kosovo (UNMIK), Joachim Rücker.

"Dabei geht es vor allem um die Umsetzung der Standards zum Schutz der Minderheiten und zur Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Die UNO-Mission unter Leitung von Joachim Rücker spielt hier eine wichtige unterstützende Rolle für die Regierung des Kosovo", so Plassnik weiter. "Unser gemeinsames Ziel ist es, allen Bürgern des Kosovo ein Leben in Sicherheit und Würde zu gewährleisten."

In diesem Zusammenhang erinnerte die Außenministerin auch daran, dass die serbische Bevölkerung des Kosovo durch aktive Mitarbeit in den kosovarischen Institutionen ihre Interessen am besten vertreten könnte.

"Den Blick nach vorne richten und sich voll dem europäischen Reform- und Annäherungsprozess widmen - das bringt den Menschen in der Region positive Dynamik. Gemeinsam arbeiten wir an einer Lösung, die dem Kosovo und seiner Nachbarschaft dauerhaften Frieden und Stabilität bringen soll. Der Kosovo ist der letzte Teil des Balkan-Puzzles, das es zu lösen gilt. Ich erwarte mir eine umsichtige und konstruktive Zusammenarbeit aller Seiten, mit Augenmaß und Realismus", so die Außenministerin weiter.

Seit über sieben Jahren habe sich die internationale Staatengemeinschaft konsequent für die Verbesserung der Lage im Kosovo eingesetzt. "Mit der Statuslösung wird die EU die führende Unterstützungsrolle von der UNO übernehmen. Die Planungen dazu sind voll im Gange, die Zusammenarbeit mit UNMIK verläuft dabei reibungslos. Die EU wird ihrer zentralen Verantwortung gerecht werden", erklärte Plassnik mit dem Hinweis, dass sich Rücker bei Amtsantritt als letzten Leiter von UNMIK bezeichnet hat.

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