Österreich ist für den Iran das Tor nach Europa

Leitl: Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran laufen gut, sind aber ausbaufähig - WIFI trifft Kooperationsvereinbarung für Aus- und Weiterbildung

Wien (PWK786) - "Österreich ist für uns das Tor in die Europäische Union und wir sind an guten und stabilen Beziehung zu Europa interessiert", betonte der iranische Handelskammerpräsident Khamoushi bei seinem heutigen Zusammentreffen mit WKÖ-Präsident Christoph Leitl. Beide Präsidenten stimmten darüber ein, dass die bilateralen Handelsbeziehungen gut laufen, aber ausbaufähig seien. "Gerade in politisch schwierigen Zeiten kommt der Wirtschaft eine vertrauensbildende Funktion zu", sagte Leitl, "denn die Wirtschaft kann verbinden, was die Politik nicht schafft." Die Wirtschaft trage durch die Intensivierung der Beziehungen zu gegenseitigem Verständnis bei.

Der Iran ist für Österreich einer der wichtigsten Handelspartner im Nahen- und Mittleren Osten. Die heimischen Exporte in den Iran erreichten in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres ein Volumen von 232 Mio. Euro - nur nach Saudi Arabien (Exportvolumen 338 Mio. Euro) und in die V.A.E. (247 Mio. Euro) wurden mehr Waren exportiert. Präsident Leitl sieht vor allem "im Infrastrukturbereich großes Potential für österreichische Unternehmen, da der Iran hier einen riesigen Nachholbedarf hat."

Der Iran sei aber nicht mehr nur für Exporteure interessant, sondern immer stärker auch für Investoren, erklärte Khamoushi: "Wir starten gerade einen Privatisierungsprozess, der alle Wirtschaftsbereiche betrifft." Das Privatisierungsvolumen beträgt bis zu 250 Mrd. US-Dollar. Ausländische Investoren sind mittlerweile laut Khamoushi iranischen Unternehmen vollkommen gleichgestellt. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sind als Partner sehr gewünscht und genießen vollen Investitionsschutz. Seit 2002 bestehen die entsprechenden Investitionsschutzgesetze und seit 2004 gibt es auch ein österreichisch-iranisches Investitionsschutzabkommen sowie ein Doppelbesteuerungsabkommen. "Neben dem Interesse, österreichische Investoren in den Iran zu holen, zeigt sich der Iran darüber hinaus sehr an einer Kooperation in den Bereichen der Aus- und Weiterbildung interessiert. Dem entsprechend wurde heute das WIFI direkt eingeschaltet, um mit Vertretern aus dem Iran eine Kooperationsvereinbarung zu treffen", so Leitl abschließend. (Bs)

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