Pollirer: Erfreuliche Konjunkturdaten für Informations- und Kommunikationssektor 2006

Informations- und Consultingbranche weiterhin als Konjunkturlokomotive - Großteil der Unternehmen verzeichnen positiven Geschäftsverlauf und gute Auftragslage

Wien (PWK785) - "Knapp 43% der Unternehmen der Informations- und Consultingbranche haben in den ersten drei Quartalen 2006 einen besseren Geschäftsverlauf im Vergleich zu 2005 ausgewiesen. Weitere 43% hatten immerhin einen konstanten Geschäftsverlauf zu verzeichnen und lediglich 14% weisen einen schlechteren Geschäftsverlauf aus", konnte Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der Bundessparte Information und Consulting (BSIC) der WKÖ, anlässlich der Bilanzdatenpräsentation am Donnerstag in Wien erfreuliche Konjunkturdaten für die mehr als 100.000 Mitglieder der Sparte präsentieren. Auch die Auftragslage im 3. Quartal 2006 ist, nach der aktuellen Erhebung der KMU-Forschung Austria, für den IKT-Sektor hervorragend gelaufen. So beurteilen 97,8% der Unternehmen die Auftragslage als "sehr gut" bis "eher gut", lediglich 2,2% stufen die Auftragslage als "schlecht" ein.

Diese positiven Konjunkturdaten schlagen sich auch in den Unternehmenserwartungen für das 1. Quartal 2007 durch. Knapp 40% erwarten eine positive Geschäftsentwicklung. Mehr als 50% sehen zumindest eine konstante Entwicklung, während 7,7% der Unternehmen mit Rückgängen rechnen. "Damit", zeigt sich Pollirer über das ungebrochene Wachstum erfreut, "bestätigt sich neuerlich eindrucksvoll, dass die Informations- und Consultingbranchen nach wie vor als Konjunkturlokomotive fungieren."

Eine Analyse von rund 6.800 Jahresabschlüssen der Bilanzjahre 2004 und 2005 weist für die Informations- und Kommunikationsbranchen eine konstante Eigenkapitalausstattung und insgesamt eine steigende Ertragskraft aus. Die Eigenkapitalquote liegt mit 19,5% geringfügig über dem Gesamtdurchschnitt der Bilanzjahre 2003 und 2004. Insgesamt weisen 69% der untersuchten Unternehmen ein positives Eigenkapital auf. Erfreulich sei vor allem, betont der Obmann, dass die Umsatzrentabilität im Gesamtdurchschnitt von 3,9% auf 4,3% gestiegen ist. Zwei Drittel der Unternehmen konnten ein positives Betriebsergebnis erzielen.

Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria, zählt 21% der Unternehmen aus betriebswirtschaftlicher Sicht zu den Top-Unternehmen. Diese weisen eine Eigenkapitalquote über dem betriebswirtschaftlichen Richtwert von 20% und einen Gewinn vor Steuern von über 5% bei Betriebsleistung auf. Zu beobachten, so Bornett, sei die Tendenz, dass Unternehmungen zwar insgesamt über einen guten Risikopolster verfügen, aber immerhin 15% buchmäßig überschuldet und damit in ihrem Bestand gefährdet seien.

Die Sparte Information und Consulting der WKÖ umfasst zehn Fachverbände mit 100.000 Unternehmungen, die mehr als 200.000 Dienstnehmer beschäftigen und einen Gesamtjahresumsatz von mehr als 38 Milliarden Euro erwirtschaften. Mit 7.300 Unternehmens-Neugründungen im Jahr 2005 beweist der Informations- und Consultingsektor ungebrochenes Wachstum.

Die zehn Fachverbände der Sparte IC: • Abfall- und Abwasserwirtschaft • Finanzdienstleister • Werbung und Marktkommunikation • Unternehmensberatung und Informationstechnologie • Technische Büros - Ingenieurbüros • Druck • Immobilien- und Vermögenstreuhänder • Buch- und Medienwirtschaft • Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten • Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen

(EB)

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