AMA Marketing: Fleisch macht Lust auf Lust

Einkaufsverhalten bei Fleisch verändert sich

Wien (AIZ) - Heimisches Fleisch bewegt sich - trotz oder wegen diverser Krisen - auf ein Vertrauenshoch zu. Auch die gesundheitlichen Bedenken gegen dieses Lebensmittel schwinden zusehends und Fleisch höchster Qualität ist immer leichter zu bekommen. Auch die 6- bis 14-Jährigen bekennen sich dazu, dass ihnen Fleisch schmeckt. Diese Erkenntnisse stammen aus der RollAMA-Motivanalyse beziehungsweise einer market-Studie, die am 22.11.2006 im Rahmen des 8. Österreichischen Fleisch-Forums vorgestellt wurden. Trends am Fleischmarkt standen weiters genauso am Vortragsplan der Veranstaltung wie Fleischkontrollen, neue Techniken, um die optimale Genussreife von Fleisch festzustellen und die Erläuterung der lustfördernden Eigenschaft von Fleisch durch die Ernährungswissenschaft.

Fleisch ist lustfördernd

"70% der Österreicher geben an, über Gesundheitsthemen informiert zu sein, aber nur 13% agieren auch entsprechend. Eben nur dort, wo es als 'chic und cool' gilt, gesund zu leben, geht die Rechnung auf. Gesunde Ernährung besteht aus dem Prinzip Qualität vor Quantität, Abwechslung in der Essensaufnahme, richtige Zubereitung der Speisen und Bedachtnahme auf das jeweilige Lebensalter. 'Artgerechte Fütterung' sollte auch beim Menschen eine Selbstverständlichkeit sein. Es ist aber nie zu spät, um damit zu beginnen. Im Fleisch etwa sind Eiweiß, Zink und Eisen enthalten, die das Testosteron bilden. Dieses Hormon unterstützt die Lust auf die Lust und beflügelt das Wohlbefinden", berichtete der Ernährungswissenschafter Christian Putscher vor den Vertretern der Branche beim Fleisch-Forum.

Gesundheitsbedenken gegen Fleisch schwinden zunehmend

Die veränderte Wertewelt ist durch Erlebnis und Genuss geprägt. Das wirkt sich auch auf das Ernährungsverhalten aus. 400 Fleischkäufer wurden deshalb in einer RollAMA-Motivanalyse zu ihrem Kaufverhalten befragt. Vergleichszeitraum ist 2001 bis 2005. Rund die Hälfte der Konsumenten gab dabei an, ihr Einkaufsverhalten geändert zu haben, 17% davon sogar sehr. Im Jahr 2001 waren es noch 55%, die ein eher konservatives Verhalten an den Tag legten. Die Konsumenten wissen immer mehr über Ernährung und sind auch zunehmend bereit, dieses Wissen in ihr Einkaufsverhalten einfließen zu lassen. Gesundheitsbewusstsein und Qualitätsdenken spielen dabei eine bedeutende Rolle.

Immer weniger Menschen haben gesundheitliche Bedenken gegen das Lebensmittel Fleisch. Führten 2001 noch 82% der "Weniger-Fleischkäufer" für die Fleischverweigerung gesundheitliche Überlegungen an, so waren es 2005 nur mehr 67%. Qualitativ höchstwertiges Fleisch wird auch zunehmend angeboten. Nur mehr 39% der Befragten gaben 2005 an, gute Fleischqualität nicht überall zu erhalten. 2001 waren es noch 45%, die die mangelnde Verfügbarkeit kritisierten.

Flexibles Geflügel, festliches Rind, beliebtes Schwein im Vertrauenshoch

Geflügel gilt als fettarm, leicht zuzubereiten und vielseitig verwendbar sowie generell als sehr gesund. Am heimischen Rind schätzt man besonders die hohe Qualität und den erlesenen Geschmack. Speziell bei festlichen Anlässen wird es gerne zubereitet. Schweinefleisch wird zwar in Bezug auf die Gesundheitsaspekte leicht kritisch gesehen, ist aber insgesamt mit Abstand die beliebteste Fleischart der Österreicher überhaupt. In einem Punkt sind sich die Befragten bei allen drei Fleischsorten allerdings einig: Alle Arten besitzen das hohe Vertrauen der Konsumenten in die Sicherheit und Genusstauglichkeit. Immer mehr der Fleischkäufer achten laut RollAMA-Motivanalyse auch auf die Haltbarkeit und Frische (96%), auf kontrollierte Qualität - etwa durch ein Gütesiegel (89%) - und auch auf die Herkunft (ebenso 89%).

Fleischkontrolle, Trends, Frischemessungen und internationale Märkte

Das Österreichische Fleisch-Forum gehört zu den wichtigsten Treffs der Fleischbranche und hat heuer zum achten Mal stattgefunden. Rund 200 Meinungsführer nutzen das Forum in St. Pölten als Kommunikationsplattform und zur Teilnahme an den Fachreferaten. Andreas Moser, Geschäftsführer der Österreichischen Fleischkontrolle GesmbH (ÖFK), beleuchtete in seinem Referat die Rückverfolgung bei Schweinefleisch vom Acker bis zum Teller. Erich Petz vom Dutch Meat Board stellte Kalbfleisch als den Trendartikel im Fleischsortiment schlechthin vor. Petz ist Accountmanager der niederländischen Fleischwirtschaft und vertritt einige bedeutende Kalbfleisch-Produzenten der Welt. Universitätsprofessor Fritz Pittner und seine Assistentin Maria Bauer präsentierten einen neuartigen Sensorchip zum einfachen Nachweis von Frischegraden bei Fleisch und Adolf Marksteiner von der Landwirtschaftskammer Österreich zog einen kritischen Vergleich zwischen der Fleischwirtschaft in Südamerika und der EU. Alle Referate des Fleischforums sind im Internet unter www.ama-marketing.at verfügbar.
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