GPA-DJP fordert gerechten Gehaltsabschluss im Handel

Morgen Aktionen in ganz Österreich - Unterstützung auf www.gpa-djp.at

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP), Wolfgang Katzian, forderte heute die breite Öffentlichkeit auf, die Forderung nach einem fairen Gehaltsabschluss im Handel zu unterstützen. Morgen Freitag werden österreichweit Betriebsrätekonferenzen abgehalten und die Beschäftigten im Handel über den Verhandlungsstand informiert.++++

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die 450.000 Angestellten im Handel sind in der Vorwoche vorläufig gescheitert. Es wurde kein neuer Verhandlungstermin vereinbart. Katzian wies darauf hin, dass es hier um eine Beschäftigtengruppe gehe, die eine Verbesserung ihrer Einkommenssituation am allerdringendsten benötigt. Drei Viertel der im Einzelhandel Beschäftigten sind Frauen. Davon sehr viele Teilzeitbeschäftigte und geringfügig Beschäftigte. "Während die Politik in unserem Land nicht müde wird, von Chancengleichheit und Gleichstellung zu sprechen und das Auseinanderklaffen der Einkommensschere beklagt wird, schlittern im Handel immer mehr Beschäftigte in eine Lage, wo sie mit ihrem Einkommen kein Auslangen mehr finden. Deshalb ist ein fairer Gehaltsabschluss gerade in diesem Bereich der Wirtschaft so wichtig", so Katzian.

Der Vorsitzende des GPA-DJP-Wirtschaftsbereiches Handel, Felix Hinterwirth, erläuterte, warum aus seiner Sicht das letzte Angebot der Arbeitgeber mit 2,25 Prozent nicht ausreichend sei. Da im Handel nur die Mindestgehälter erhöht werden, jedoch allfällige Überzahlungen gleich bleiben, würde für viele Angestellte die reale Erhöhung sogar deutlich niedriger ausfallen.

Die Betriebsratsvorsitzende des Unternehmens Kastner & Öhler, Gerda Bacher, wies darauf hin, dass gerade die vielen teilzeitbeschäftigten Frauen im Handel eine Verbesserung ihrer Lage benötigten. Sie forderte die Beschäftigten auf, gerade jetzt die Gewerkschaft in dieser Auseinandersetzung durch eine Mitgliedschaft zu stärken.

Als ersten Schritt zur Durchsetzung der Forderung beruft die GPA-DJP morgen, am 24. November, in ganz Österreich Aktionskonferenzen der BetriebsrätInnen im Handel ein. Ausgehend von diesen Konferenzen werden Kundgebungen vor wichtigen Handelsunternehmen von WKÖ-FunktionärInnen durchgeführt und dabei Protestresolutionen übergeben. Am Nachmittag werden die Handelsangestellten in (ausgewählten) Einkaufszentren informiert.

Bei den Aktionen gelangen u.a. Protest-Postkarten zur Verteilung, mit denen die Bevölkerung ihre Solidarität mit den Anliegen der Handelsangestellten zum Ausdruck bringen kann.

Begleitend dazu gibt es auch via Internet die Möglichkeit, die Aktionen zu unterstützen. Unter www.gpa-djp.at kann sich jede/r in eine UnterstützerInnenliste eintragen bzw. E-Cards an FreundInnen und Bekannte schicken.

Sollten diese Aktionen nichts nützen, steht der 8. Dezember als Termin für weitere bundesweite Aktionen im Raum.

"Wir sind zu jeder Zeit verhandlungsbereit und suchen nicht den Konflikt um des Konfliktes willen. Da jedoch die Arbeitgeber bislang keine Bereitschaft gezeigt haben, ein neues, verbessertes Angebot zu legen, werden die Aktionen durchgeführt", so Katzian abschließend.

ÖGB, 23. November 2006
Nr. 774

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