Baustellenkontrollen-Schwerpunkt in Margareten

Unterwegs für mehr Lebensqualität

Wien (OTS) - Baustellen sind in der Stadt unvermeidlich. Straßen müssen saniert, Kabel neu verlegt oder Kanalarbeiten erledigt werden. Beeinträchtigungen des Verkehrs sind die Folge. Damit diese so gering wie möglich ausfallen, koordiniert die MA 46, Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten die Baustellen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MA 46, sind täglich in den Bezirken unterwegs und haben heuer bereits knapp 600 Baustellen dokumentiert und im Bedarfsfall nachjustiert.

Was wird kontrolliert

Die Mitarbeiter/innen der MA 46 kontrollieren die Bescheidauflagen und die Baustellenabsicherung, also z.B. ob die Infotafel richtig aufgestellt ist, die Bescheidbedingungen eingehalten sind, die Verkehrszeichen für den Fliessverkehr richtig und reflektierend sind, die Lagerung windsicher abgedeckt ist, die Halteverbotstafeln richtig aufgestellt und beschriftet sind, das bewilligte Lagerungsausmaß nicht überschritten ist, die Lattenabschrankung vorhanden ist und das Gerüst barrierefrei aufgebaut wurde. Die beiden letzten Punkte beziehen sich vor allem auf die behindertengerechte Absicherung einer Baustelle. Baustellen auf Gehsteigen stellen nämlich insbesondere für Menschen mit Sehbehinderung eine Gefahr dar. Blinde Personen nehmen nur jene Hindernisse wahr, die mit dem Langstock ertastet werden können. Für die Absicherung von Baustellen sind daher bestimmte Standards einzuhalten, die in der Richtlinie V 2104 fixiert sind. Wichtigste Gebote dabei: Die Baustelle muss rundherum gesichert sein, es dürfen keine Plastikbänder für die Absperrungen verwendet werden und die Ersatzgehsteige haben eine Mindestbreite von 1,20m aufzuweisen.

Baustellen in Margareten - Ausgangslage

Bedingt durch das schöne Wetter hat sich die Baustellensaison in diesem Jahr verlängert. Dadurch konnten die Baufirmen den Wirtschaftsfaktor Baustelle weiter nutzen und haben daher noch rasch um die Durchführung von Bauarbeiten eingereicht.
So sind im Bereich des 5. Bezirks etliche Hochbau-Baustellen eingerichtet. Gerade diese lang anhaltende und intensive Bautätigkeit hat im Bezirk einen gewissen Unmut hervorgerufen. Baustellen bedeuten zumeist für die dort Wohnenden: weniger Parkplätze, diverse Umleitungen, "Hindernisse" für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen, Lärmbelästigung und Schmutz.
Die MA 46 wurde daher von der Bezirksvorstehung gebeten, nochmals rasch eine Baustellenkontrolle in diesem Gebiet durchzuführen.

Zwt.: Ergebnis der Kontrolle

In knapp 3 Stunden wurden im 5. Bezirk insgesamt 15 Baustellen kontrolliert. Grundsätzlich arbeiten die Baufirmen ordnungsgemäß. Jedoch wurde auch bei dieser Schwerpunktaktion wieder Folgendes festgestellt:

Für die Baustellen werden per LKW Material angeliefert d.h. die LKW bleiben längere Zeit auf der Straße stehen (obwohl eigene Flächen vorgesehen sind) und verursachen Stau. Dieser wirkt sich im Endeffekt auch auf die umliegenden Durchzugsstraßen aus.
Genehmigte Lagerflächen werden als gesicherte Parkplätze für die PKW der Bauarbeiter genutzt.

Lagerfläche werden ohne Genehmigung vergrößert und z.B. Sand gelagert, der auch den Straßenraum bzw. den Gehsteig arg verschmutzt.

Zebrastreifen werden verstellt, Fußgänger/innen nicht auf gesicherte Gehsteige gewiesen (Hinweistafeln fehlen oder sind falsch aufgestellt), Verkehrszeichen fehlen.
Rohre werden ohne Absicherung über den Gehsteig geführt. Keine Ersatzgehsteige eingerichtet. Damit werden für Sehbehinderte- und blinde Personen, aber auch für Ältere und Mütter mit Kinderwagen zusätzliche Hindernisse geschaffen.

All diese "Probleme" konnten nach Gesprächen der Mitarbeitern der MA 46 mit den Bauverantwortlichen rasch beseitigt werden.

Trotz unzähliger Kontrollen durch die Stadt Wien sind fast täglich "schwarze Schafe" zu finden, für die die nötige Rücksicht, Umsicht und die Einhaltung der Bescheidauflagen leider kein Thema ist! Die Mitarbeiter/innen der Magistratsabteilung 46, Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten arbeiten aber weiter daran im Sinne einer besseren Lebensqualität für die Betroffenen weitere Verbesserungen zu erzielen. (Schluss) dee

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Susanne Debelak
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