Schönborn/Rieder eröffnen modernstes Pflegekrankenhaus

Wien (OTS) - Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn und Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder eröffneten am Donnerstag das neue Haus der Barmherzigkeit in Wien-Donaustadt. Im geriatrischen Pflegekrankenhaus in der Tokiostraße können bis zu 270 hochbetagte, schwer chronisch kranke Patienten medizinisch, pflegerisch und therapeutisch betreut werden. Architekt Prof. Gustav Peichl betonte die Wohnlichkeit im Krankenhaus und plante ein helles Gebäude mit Ein- und Zweibett-Zimmern für die Dauerpatienten. Der Neubau blieb mit rund 46 Mio. Euro im Kostenplan. Die Betreuungseinrichtung wurde nach nur zweijähriger Bauzeit fertiggestellt. Die Stadt Wien hat den Neubau mit einem zinslosen Darlehen unterstützt. Das geriatrische Pflegekrankenhaus gehört mit dem Haus der Barmherzigkeit in Wien-Ottakring zu den modernsten derartigen Einrichtungen in Österreich.

Zur feierlichen Eröffnung kamen rund dreihundert Gäste in das modernste geriatrische Pflegekrankenhaus Österreichs. Neben Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn, Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder und Bezirksvorsteher Norbert Scheed (Donaustadt) nahmen auch Architekt Prof. Gustav Peichl, Institutsratsvorsitzender Dr. Reinhard Krepler, Institutsdirektor Prim. Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger sowie Dr. Walter Dorner (Ärztekammer Wien), Stadtrat Johannes Hahn, Dr. Roland Paukner (Wiener Krankenanstaltenverbund), Dkfm. Peter Püspök (Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien) u.a. am Festakt teil.****

Schönborn: Umgang mit alten Menschen ist Herausforderung für Zukunft

Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn würdigte in seiner Ansprache den "barmherzigen, von Würde und Respekt getragenen Umgang mit alten und pflegebedürftigen Menschen im Haus der Barmherzigkeit". "Dieser ist eine der großen Herausforderungen für unsere Zukunft. In diesem Sinn ist das 'Haus der Barmherzigkeit' ein wertvolles Beispiel für die Bedeutung christlicher Nächstenliebe und ein Stück gelebtes Evangelium. Das neue, moderne Pflegekrankenhaus schafft die Grundlage dafür, dass die optimale Betreuung der behinderten und alten Menschen, die im 'Haus der Barmherzigkeit' leben, auch in Zukunft sicher gestellt ist", so Schönborn.

Rieder: Erfolgreiche Zusammenarbeit von Stadt Wien und privatem Haus der Barmherzigkeit

"Mit diesem Neubau wurde die erfolgreiche Zusammenarbeit von Stadt Wien und privaten Pflegeeinrichtungen fortgesetzt", so Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder. "Mit dem neuen Haus der Barmherzigkeit in Wien-Donaustadt erhält nun auch der Norden Wiens ein hochmodernes geriatrisches Pflegekrankenhaus, das die städtischen Pflege- und Betreuungseinrichtungen optimal ergänzt. Für die intensiv pflegebedürftigen Langzeit-Patienten wird ein Höchstmaß an Lebensqualität ermöglicht, in

dem eine individuelle Pflege und Unterstützung gekoppelt mit einer exzellenten medizinischen Versorgung in einem Haus mit höchster Wohnqualität geboten wird. Zu den Gesamtbaukosten von rund 46 Millionen Euro hat die Stadt Wien 21,4 Millionen Euro über ein zinsloses Darlehen und über Wohnbauförderungsmittel beigetragen. Rund 25 Millionen Euro hat das Haus der Barmherzigkeit aus Eigenmitteln und Spenden aufgebracht", so Rieder weiter.

Gisinger: Modernste Geriatrie Österreichs

"Das geriatrische Pflegekrankenhaus in Wien-Donaustadt gehört mit dem Haus der Barmherzigkeit in Wien-Ottakring zu den modernsten derartigen Einrichtungen in Österreich", freut sich Institutsdirektor und Ärztlicher Leiter Prim. Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger. Die schwer pflegebedürftigen Patienten leben im Krankenhaus: Ein- und Zweibettzimmer sowie wohnliche Aufenthaltsräume sollen diesen mehr Lebensqualität bieten als früher. Der helle Neubau ergänze die gute Qualität der Pflege, Medizin und Therapie, so der Geriatrie-Experte. Im geriatrischen Pflegekrankenhaus stehen ein medizinisches Diagnosezentrum mit Therapie-Hof sowie ein umfassender Therapie-Bereich mit Ergo-, Physio-, Psycho-, Hydro-, Musik-, Kunst-und Tiertherapie zur Verfügung. Ein Ärzteteam unter der Leitung von Prim. Dr. Athe Grafinger steht rund um die Uhr im Einsatz. Mehrere Veranstaltungsräume, ein Café-Restaurant, ein Frisör, ein Erlebnisgarten, begrünte Dachgärten und ein Betriebskindergarten runden das Angebot ab und bringen Erlebnisse und Abwechslung für die Patienten. Mit dem neuen Haus der Barmherzigkeit setzt die gemeinnützige Einrichtung einen europaweit neuen Maßstab in der Langzeit-Betreuung von hochbetagten, chronisch kranken Patienten, ist Gisinger überzeugt.

Peichl & Partner betont Wohnlichkeit im Krankenhaus

Durch die Architektur von Peichl & Partner wurde ein neuer, zukunftsweisender Gebäudetyp entwickelt. Die Wünsche und Vorstellungen der Bewohner, des Pflegepersonals und der Ärzte wurden eingearbeitet, um eine optimale Lebensqualität zu gewährleisten. Offenheit, Transparenz und wohnlicher Charakter sind die Leitmotive dieses Entwurfs. Sowohl Ein- und Zweibettzimmer kommunizieren mit der Außenwelt mit großzügiger Verglasung per Loggia, Balkon oder französischem Fenster. Von warmen Farben und viel Holz gekennzeichnet verleiht die behagliche Einrichtung der Zimmer ein heimeliges Gefühl. Auch die Auswahl an Materialien wie Naturstein, Terrazzo und Mosaik schafft Raumeindrücke eines Wohnhauses. Die bescheidene, aber bestimmte Farbgestaltung erleichtert die Orientierung und spricht dem ganzen Wohnbereich einen menschlichen Maßstab zu. Ein Geschoss ist wie ein Dorf: Zimmer sind Häuschen, Gänge sind Straßen oder Anger, dort wo sich Gänge kreuzen sind Plätze. In kurviger Formgebung fädelt der "Tokiopark" unterschiedliche Erlebnisstationen auf: ein duftender Rosengarten, ein Musikpavillon, ein Wasserbecken, ein Marterl, ein Zwergerlgarten und ein Tanzboden. Das Haus der Barmherzigkeit Tokiostraße ist ein selbstständiges Objekt, das vielfältige, positive Assoziationen erweckt. Es sticht in seinem Umfeld heraus ohne aufzufallen.

Eckdaten zum Geriatrischen Pflegekrankenhaus - Tokiostraße Baubeginn: November 2004
Fertigstellung: Juni 2006
Bettenzahl: max. 270
Nutzfläche: 21.000 m2

Ausstattung:

o Ein-/ Zweibettzimmer mit eigenem Sanitärraum und Balkon o 10 Stationen mit durchschnittlich 25 Betten, darunter - 1 Einheit für geriatrische Rehabilitation - 1 Einheit für altersdemente Patienten (Alzheimer) - 2 Einheiten für instabile Patienten mit intensivem medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Betreuungsbedarf o Untersuchungsräume mit Ultraschall, Röntgen, Augenarzt, Zahnbehandlung und allgemeiner Behandlung o Therapieräume wie Einzel- und Elektrotherapie, Gymnastikraum, Therapieküche, Musik- und Handwerkstherapie sowie Therapiehof o Hydrotherapie (gestaltet wie Wellness-Oasen) o Erlebnis-Rundweg mit Pavillon, Seerosenbecken, Tanzboden mit Gartenhaus, Zwergerlgarten, Marterl, Rosengarten o Terrasse, begrünte Dachflächen o Kapelle o Betriebskindergarten o Seminarräume und Glaskubus am Dachgeschoss

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