Zehn Jahre Salzburger Patientenvertretung

Zsifkovics: Mehr als 5.500 Fälle bearbeitet und rd. 5,5 Millionen Euro an Entschädigungen ausbezahlt

Salzburg (OTS) - Die Salzburger Patientenvertretung feiert heute, Donnerstag, 23. November, ihr zehnjähriges Bestehen. Insgesamt wurden bisher 5.521 Fälle bearbeitet und erhielten 626 Patienten eine Gesamtentschädigung in Höhe von 5,537.557,75 Euro: über Haftpflichtversicherungen insgesamt eine Summe von 4,874.622,68 Euro (in 553 Fällen), über den Salzburger Patientenentschädigungsfonds 662.935,07 Euro (in 85 Fällen). Bisher wurden insgesamt 261 Schlichtungssitzungen mit den Haftpflichtversicherungen abgehalten und 1.195 Fälle mit den Versiche-rungen bearbeitet. Diese Bilanz zog Dr. Mercedes Zsifkovics, die Leiterin der Salzburger Patientenvertretung, heute, Donnerstag, 23. November, in einem Informationsgespräch anlässlich des zehnjährigen Bestehens dieser Einrichtung. Patienten und Angehörige werden zunehmend kritischer und mündiger, und es sei deshalb auch in den nächsten Jahren mit einer weiteren Zunahme von Beschwerdefällen zu rechnen, so Zsifkovics.

Patienten und Angehörige wünschen mehr Information über ihre Behandlung und eine ausreichende und verständliche Risikoaufklärung, eine angemessene Kommunikation und einen respektvollen Umgang sowie eine Arzt-Patient-Beziehung auf einer partnerschaftlichen Ebene. Das Gespräch mit den Patienten und Angehörigen werde in Hinkunft ein noch wichtigerer Bestandteil der Arzt-Patient-Beziehung sein als bisher, ist die Patientenvertreterin überzeugt.

Insbesondere im Jahr 2006 zeichnet sich ein weiterer Anstieg der Beschwerden ab: Pro Monat treffen zwischen 100 und 150 Beschwerden ein. Die Salzburger Patientenvertretung führt dies darauf zurück, dass die Einrichtung noch bekannter geworden und im Salzburger Gesundheitswesen fest etabliert ist, aber auch darauf, dass die Patienten und auch die Angehörigen kritischer und "mündiger" geworden sind. Grund für die Zunahme von Patientenbeschwerden sei nicht eine grundsätzliche qualitative Verschlechterung im Gesundheitsbereich, wenngleich die Thematik Qualitätssicherung in Zukunft noch mehr Berücksichtigung in den Krankenhäusern und Arztpraxen finden sollte, so Zsifkovics.

Waren es im ersten Jahr der Tätigkeit 357 Patienten und Angehörige, die sich an die Salzburger Patientenvertretung gewendet haben, sind es im zehnten Jahr des Bestehens dieser Einrichtung mehr als das Doppelte an Beschwerden, die bearbeitet wurden; Tendenz steigend.

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