Platter: Einsätze im Ausland sind Einsätze für Österreich

Bundesheer international hoch geschätzter Partner für Stabilität und Frieden

Wien (BMLV) - Verteidigungsminister Günther Platter gab heute im Rahmen einer Pressekonferenz Auskunft zum internationalen Engagement des Österreichischen Bundesheeres. Platter: "Österreich ist international ein hoch geschätzter und anerkannter Partner für Frieden und Stabilität. Vergangene Woche hat der Ministerrat die Verlängerung von Auslandseinsätzen beschlossen. Gestern haben wir dazu im Parlament das Einvernehmen mit dem Hauptausschuss hergestellt."

Das Österreichische Bundesheer ist seit 1960 an internationalen Einsätzen beteiligt, erste Mission waren 232 Soldaten 1960-1963 im Kongo. Seit damals waren über 60.000 Soldatinnen und Soldaten des Bundesheeres in internationalen Missionen tätig.

Aktuell ist Österreich bei 14 Missionen vertreten. Derzeit sind 1.299 österreichische Soldaten in einem internationalen Einsatz tätig, darunter elf Frauen. Die wesentlichen Missionen aus österreichischer Sicht sind KFOR (Kosovo) mit 579 Soldaten, UNDOF (Golan) mit 373 Soldaten und EUFOR (Bosnien Herzegowina) mit 311 Soldaten.

Österreich ist momentan in Bosnien-Herzegowina mit der Führung der Multinationalen Task Force Nord beauftragt. Dies entspricht einem Verantwortungsbereich in der Größe Tirols und Vorarlbergs. 1.650 Soldaten aus 13 Nationen stehen unter österreichischem Kommando. Diese Kommandoführung geht Ende November routinemäßig an Griechenland weiter.

Weitere wichtige Missionen: vier Stabsoffiziere in Afghanistan, drei Stabsoffiziere in Kinshasa/Kongo, zwei Stabsoffiziere im strategischen Hauptquartier in Potsdam.

Verteidigungsminister Platter zu den Planungen im Bundesheer: "Ich sehe die Auslandsaufgaben des ÖBH auf gleicher Augenhöhe mit den Inlandsaufgaben. Im Rahmen der Reform werden die Kräfte auf diese zunehmende Bedeutung der Auslandseinsätze ausgerichtet. Kein Land der Welt kann alleine die neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen bewältigen. Internationale Kooperation und Solidarität sind für die Friedensarbeit des Bundesheeres unabdingbar."

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