Wiener Landtag spricht sich für Maßnahmen zur Bekämpfung der Spielsucht aus

Gemeinsamer Antrag von SPÖ und Grünen

Wien (OTS) - Im Wiener Landtag wird heute ein gemeinsamer Antrag
von SPÖ und Grünen zur Bekämpfung der Spielsucht eingebracht. Darin ist eine Reihe von Maßnahmen wie eine Präventionsstrategie, die Überprüfung und Verbesserung der Jugendschutzbestimmungen in Lokalen oder eine bessere finanzielle Dotierung dieser Beratungs- und Betreuungseinrichtungen vorgesehen. "Laut Schätzungen von ExpertInnen sind in Österreich 1,5 Prozent der Bevölkerung krankhafte SpielerInnen, 3 Prozent sind von Spielsucht gefährdet. Umgelegt auf die EinwohnerInnenzahl Wiens sind damit 28.000 Menschen in dieser Stadt spielsüchtig, rund 56.000 weitere gefährdet. Besondere Brisanz entsteht dadurch, dass sehr viele Jugendliche betroffen sind", betonen die grüne Klubobfrau Mag.a Maria Vassilakou und SP-Landtagsabgeordneter Fritz Strobl.

"Aufgrund der gesellschaftlichen Brisanz des Themas Spielsucht und der hohen Gefährdungslage - vor allem für Jugendliche - sollte die Stadt Wien einen Teil ihrer Einnahmen aus dem Glücksspiel für den Bereich Therapie und Prävention und den betreuenden Institutionen wie der Beratungsstelle AS für Spieler und Angehörige zur Verfügung stellen", so Vassilakou und Strobl. "Darüber hinaus sollte ein Maßnahmenkatalog entwickelt werden, der eine umfassende glücksspielspezifische Präventionskampagne und eine Verbesserung der Jugendschutzbestimmungen beinhaltet, um problematisches Spielverhalten möglichst schon vor dem Entstehen verhindern zu können."

Konkret sind in dem Antrag folgende Maßnahmen vorgesehen:

- Konzeption einer Präventionsstrategie, die sich den Problemen von Spielsucht bei Jugendlichen, aber auch bei erwachsenen Spielern widmet

- Überprüfung und Verbesserung der Jugendschutzbestimmungen in Lokalen, in denen Glückspielautomaten aufgestellt sind

- Evaluierung der für und in Wien bestehenden Beratungs- und Betreuungseinrichtungen für SpielerInnen und deren Angehörige hinsichtlich der Tätigkeit, Aufgabenstellungen und Bedürfnisse dieser Einrichtungen

- Sammeln und Auswerten internationaler Erfahrungen zur allfälligen Verbesserung des Beratungs- und Betreuungsangebotes in Wien

- Bessere finanzielle Dotierung dieser Beratungs- und Betreuungseinrichtungen, wo erforderlich, gegebenenfalls auch durch eine Erhöhung der Automatenabgabe und diesbezüglicher Zweckwidmung. (Schluss)

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