Weiterhin Verzerrung des österreichischen Telekommarktes durch den VAT

Wien (OTS) - Der Verband Alternativer Betreiber versucht auch bei seinem diesjährigen Verbandstreffen, die Marktsituation des österreichischen Telekommarktes wieder einseitig und damit verzerrt darzustellen. Damit soll erreicht werden, dass Telekom Austria weiterhin asymmetrisch reguliert wird. Dass obwohl intensiver Wettbewerb herrscht und Maßnahmen getroffen werden müssen um die Investitionstätigkeit anzukurbeln.

Betreffend des Vorschlags zur Konsistenzregulierung im Telekommunikationsgesetz ist es verständlich, dass der VAT eine gesetzliche Marge auf jedes Produkt haben und sämtliches Risiko auf Telekom Austria abwälzen will. Jedoch würde so eine Regelung in einem dynamischen Markt wie der Telekommunikationssektor Planwirtschaft bedeuten und großen volkswirtschaftlichen Schaden anrichten.

Der VAT behauptet regelmäßig, dass Telekom Austria noch immer 95% der Anschlussleitungen inne hat. Faktum ist, dass Telekom Austria im Sprachtelefoniemarkt Festnetz einen Marktanteil von 56,3% aufweist. Im Breitbandmarkt beträgt der Marktanteil bei Berücksichtung aller Technologien 36%. Die Möglichkeit der Entbündelung wurde von den VAT Unternehmen in letzter Zeit vermehrt genutzt, so dass bereits mehr als 160.000 Anschlussleitungen entbündelt sind. Dieser Wert hat sich seit dem Vorjahr beinahe verdoppelt.

Insgesamt ist vielmehr festzuhalten, dass Wettbewerb immer mehr zwischen unterschiedlichen Plattformen stattfindet. Gerade im Breitbandsegment wurde jüngst aus Brüssel im entsprechenden Wettbewerbsreport Österreich diesbezüglich als positives Beispiel hervorgehoben und darauf hingewiesen, dass Substitution zwischen den Plattformen stattfindet. Deshalb ist es auch marktfern, den Telekommarktes ohne Einbeziehung der Mobilkommunikation zu bewerten. Deutlich mehr Minuten in der Sprachtelefonie werden heute bereits über die mobilen Plattformen telefoniert (ca. 60:40), und 12,4% Marktanteil mobile Breitbandanschlüsse sind ein Faktor der berücksichtigt werden muss.

Marktinterventionen, die nur eine einzige Plattform, nämlich jene des Festnetzes, treffen, werden daher weder den Marktrealitäten gerecht noch entsprechen sie dem vorgeschriebenen Prinzip der Technologieneutralität. Wie die untenstehende Grafik zeigt, fielen die Investitionen des IKT Marktes in Österreich von 2002 bis 2005 um 10%. Telekom Austria fordert daher eine neue Betrachtung des Marktes unter Berücksichtigung aller Plattformen und Maßnahmen zur Stärkung der Investitionen.

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